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Alpen
KAB ehrt in Alpen langjährige Mitglieder

Alpen. In den nächsten Jahren will Katholische Arbeitnehmer Bewegung neue, jüngere Mitglieder gewinnen. Von Peter Gottschlich

Seit 2009 hatte die Katholische Arbeitnehmerbewegung keine langjährigen Mitglieder mehr geehrt. Das holte sie am Sonntagvormittag bei einem Ehrenamtsfrühstück nach. KAB-Vorsitzender Bernhard Graefenstein ehrte 36 langjährige Mitglieder in der Gaststätte "Zum Dahlacker". 14 weitere konnten nicht kommen. Sie erhalten Urkunden sowie Nadeln nachträglich. "Es ist wichtig, Danke zu sagen, weil das Danke nicht selbstverständlich ist", sagte Jürgen Dötsch, der als Vorsitzender des Bezirksverbandes Wesel zur Ehrung gekommen war. "Genauso wenig ist die ehrenamtliche Tätigkeit nicht selbstverständlich."

Einer der 36 Ausgezeichneten, der immer ehrenamtlich aktiv war, ist Karl-Heinz Theberath. Er erhielt nachträglich die Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft. 1973 war er in die KAB eingetreten. "Ich war zuvor Pfadfinderführer für den Nordkreis Moers und den Südkreis Geldern", erzählte er am Sonntagvormittag. "Als ich nach meinem Studium nach Alpen kam, wurde ich sofort gefragt, ob ich in die KAB eintreten würde. Seitdem ist die KAB eine Passion für mich." Bereits 1974 wurde er KAB-Vorsitzender, der er bis zum Jahr 2006 blieb. In seiner Ära entstanden die Laienspielgruppe, die Tanzgruppe und die durch Wilhelm Siemes die Aktion Peru, die alle drei heute noch existieren. Das Martinskomitee wurde weitergeführt. Dazu hatte die KAB politischen Einfluss. "Bis zu 60 Prozent der Ratsmitglieder waren KAB-Mitglied", erzählte Karl-Heinz Teberath bei dem Ehrenamtsfrühstück und schmunzelte. "Die Partei war egal." Die KAB wollte Alpen lebenswert machen." Die KAB Alpen rekrutierte unter ihm, dem leitenden Angestellten von Schwartz Kunststoffe in Xanten, die meisten Mitglieder bei den Angestellten, selbst wenn ihr Kürzel anfangs noch für Katholische Arbeiter-Bewegung stand. Sogar Unternehmer waren und sind als Förderer Mitglied.

Ohne die Rückendeckung seiner Frau hätte er das alles nicht schaffen können, bedankte sich Bernhard Graefenstein bei Elfriede Theberath. Sie erhielt eine Urkunde und eine Nadel für 40-jährige Mitgliedschaft.

Selbst wenn am Sonntag der Blick in die Vergangenheit im Mittelpunkt stand, wagte der 50-jährige neue Vorsitzende auch den Blick vorn. Er wolle neue, jüngere Mitglieder für die KAB gewinnen, sagte er. Und Karl-Heinz Teberath versprach sofort, ihn bei diesem Unternehmen zu unterstützen.

Quelle: RP
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