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Rheinberg
Känguru Karl & Co sorgen für Lese-Vitamine

Rheinberg. In der Rheinberger Stadtbibliothek gibt es verschiedene Angebote zum Start in die Welt des Lesens. Von Julia Braun

Die Stadtbibliothek an der Lützenhofstraße in Rheinberg bietet insgesamt rund 56.000 Medien an. Ungefähr 16.000 davon "lassen die Herzen der Kinder und Jugendlichen höher schlagen", wie Leiterin Gabriele Gratz-Stötzer unterstreicht. Die Leseförderung für Kinder schon im frühen Alter ist ihr sehr wichtig. Denn wer früh lesen kann, habe später bessere Bildungschancen, so die Leiterin der Stadtbücherei.

Deshalb hält die Bibliothek im ehemaligen Konvikt entsprechende Angebote vor. Die Reihe "Mit 3 dabei", Teil einer Veranstaltungsreihe "Lesestart" des Bundesbildungsministerium, hat sich die Leseförderung von Kindern auf die Fahnen geschrieben. Es richtet sich an Kinder ab drei Jahren und findet in der Stadtbibliothek in Rheinberg ein bis zwei Mal im Monat statt.

Die kleinen Leseratten kommen mit ihren Eltern und hören sich Geschichten an, die vorgelesen werden. Auch "Känguru Karl" ist mit dabei (heute von 16 bis 16.45 Uhr), das vor dem Lesen mit den Kindern spricht und nach dem Lesen auch mit ihnen zu den Geschichten bastelt oder malt. Samstags vormittags gibt es von 10.30 bis 11 Uhr regelmäßig ein Bilderbuchkino für die Bücherfreunde, das von Familien gerne besucht wird. Dabei werden Bilderbücher auf der Leinwand gezeigt. Weiterer Baustein des Projektes zur frühen Leseerziehung: Kinder und Eltern können sich ein Lesestart-Set abholen.

Ein Magnet für junge Bücherfreunde sind auch die Leseabende. "Sie sind stets gut besucht", erläutert Gabriele Gratz-Stötzer. Hier herrsche eine sehr gemütliche Atmosphäre. Die öffentliche Bücherei sei dann für andere Besucher geschlossen. Die Kinder, die kommen, bringen ihre Kissen und Kuscheltiere mit, um es sich gemütlich zu machen, zu lesen oder sich vorlesen zu lassen. Manche bringen auch Musik mit. Bei den beliebten Bibliotheksspielen lernen die Kinder, sich zwischen all den Regalen zurechtzufinden.

Im Sommer geht wieder der "JuniorLeseClub" an den Start. Daran können Kinder im Grundschulalter teilnehmen und mit anderen Kindern um die Wette lesen. Der Leseclub findet in den Sommerferien statt und bietet Schülern die Möglichkeit, außerhalb der Schule das Lesen für sich zu entdecken und Freude daran zu finden.

Die Bibliothek bietet noch mehr an: Wii-Abende, die ab und zu stattfinden, haben einen großen Fan-Kreis. "Manchmal vergisst man leicht, dass zu einer Bibliothek mehr gehört als Bücher und Lesen", sagt Gabriele Gratz-Stötzer.

Die Chefin in der Stadtbibliothek ist davon überzeugt, dass Lesen gesund ist. Auf ihren Blog, den sie im Internet angeklickt hat, findet sich der Hinweis, dass Lesen den Tagesbedarf an A, B, C, D, E und K deckt, weitere Buchstaben eingeschlossen. Was nichts anderes bedeutet: Lesen tut gut - genau wie Vitamine.

Öffnungszeiten dienstags und mittwochs von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 9.30 bis 10 Uhr und von 11 bis 13 Uhr, freitags von 11 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr.

Quelle: RP
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