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Rheinberg
Kai Strauss und Band liefern überzeugende Vorstellung

Rheinberg. Der Osnabrücker Bluesgitarrist Kai Strass hat im "Schwarzen Adler" eine souveräne Vorstellung abgeliefert. Der Osnabrücker war mit seiner der hochkarätig besetzten "Electric All Star"-Band nach Vierbaum gekommen, die kürzlich den Preis als beste deutsche Blues Band 2016 bekommen hat. Die Band mit Alex Lex (Schlagzeug), Kevin Duvernay (Bass), Mo Furhop (Keyboard) und Thomas Feldmann (Saxofon, Harmonika) spielte gut gelaunt Songs der beiden besten deutschen Blues-Alben 2014 und 2015 "Electric Blues" und "I go by feel" sowie die Stücke anderer Bluesgrößen. Von Alexander Florié-Albrecht

Die Besucher durften sich über ein sehr souverän, mit Spiellaune und entspanntem Groove dargebotenes Konzert freuen, das man als Aufnahme vielleicht im kommenden Frühjahr zu hören und zu kaufen bekommt. Strauss und seine Band boten die gesamte Palette an Spielarten an, die der Blues zu bieten hat.

Da ging es vom klassischen Rhyth'm and Blues wie beim Opener "You're the One" über temporeichen Shuffle mit Tex-Mex-Einschlag ("Days of old"), zum ausdrucksstarken "Highway Blues" und einer Honky-Tonk-Nummer Richtung Stones und Springsteen ("Knockin' at your door") bis zu Funky Stuff wie bei "Judgement Day" oder "Ain't gonna ramble no more" mit Ursprungs-Blues a la Sam Hopkings. Dabei konnten die Zuhörer eine gut funktionierende Musikgemeinschaft mit fabelhaften Musikern ausmachen, jeder von ihnen erhielt Zeit, sein Können zu zeigen.

Dazu kam Kai Strauss, dessen Gitarrenspiel genauso reduziert wie innig, beseelt und knackig auf den Punkt rüberkam. Einflüsse von Instrumentalisten wie Jimmie Vaughan und Buddy Guy waren zu hören. Der Sound der Gitarre und der Band hat etwas lässig-Geschliffenes, Eigenständiges, das die Musik aus der Masse hervorhebt.

Höhepunkte des Konzerts waren "Something to remember" mit einem sehr starken Solopart von Strauss mit dem Instrument hinter seinem Rücken, der rockige Rausschmeißer "One day at a time" zum Setende und der Howlin'Wolf-Klassiker "Commit a crime" im Zugabenblock.

"Das ist schon ein besonderer Abend", fand "Adler"-Inhaber Ernst Barten, auch wenn nur wenige Zuschauer gekommen waren. Er nahm es entspannt. "Hauptsache, die Qualität stimmt", sagte Barten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Strauss für seinen nächsten "Adler"-Besuch nicht wieder so viel Zeit lässt - zuletzt habe er vor etwa 15 Jahren mit Memo Gonzallez im Adler gespielt, sagte er vor dem Gig. Nun sei er gerne wieder gekommen: "Das ist einfach eine gute Bluesadresse, hier spielen gute Laune, das hat ein gewisses Renomée", sagte Kai Strauss.

Quelle: RP
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