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Rheinberg
Kalender mit "Ecken und Kanten"

Rheinberg: Kalender mit "Ecken und Kanten"
FOTO: Armin Fischer (rechts in jungen Jahren)
Rheinberg. RP-Fotograf Armin Fischer spricht über seinen Foto-Kalender "reduziert 1995 - 1998" mit Schwarz-Weiß-Motiven. Von Nicole Maibusch

Fotokalender haben den RP-Fotografen Armin Fischer schon immer fasziniert. Bereits während des Studiums hat er seinen ersten eigenen Kalender gestaltet, mit "analogen" schwarz-weiß Fotos, handgefertigt und selbst geklebt. Auflage: exakt zwei Stück. "Einen für die Mutter als Weihnachtsgeschenk, einen für mich", erinnert sich Armin Fischer.

Jetzt hat "arfi" einen Fotokalender für das Jahr 2018 herausgebracht. Unter dem Titel "reduziert 1995 - 1998" präsentiert er einen Streifzug durch vier seiner Berufsjahre als RP-Fotograf am Niederrhein - vom Duisburger Westen bis in den Xantener Norden. Alles ziemlich retro - in Schwarz-Weiß. Denn auch in Zeiten der schnellen Digitalfotografie ist Fischer überzeugt: "Ein gutes Pressefoto ist schwarz-weiß." Da lässt der Kollege auch nicht mit sich reden.

Für den neuen Kalender hat Fischer tief in die Kiste gegriffen. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. In prädigitalen Zeiten hatte er für jedes Jahr eine Box, in der die zweiten Abzüge aller guten RP-Fotos landen, die es nicht in die Zeitung geschafft hatten. "Das waren pro Jahr rund 80 bis 150 Fotos", schätzt der Fotograf. Da dürfte ihm die Auswahl doch leicht gefallen sein, oder? Weit gefehlt. "Die Motive müssen zusammenpassen, bestenfalls eine thematische Klammer aufweisen und ,Ecken und Kanten' haben, an denen das Auge des Betrachters hängenbleibt", bringt Armin Fischer seine eigenen Ansprüche an das Produkt "Bildkalender" auf den Punkt.

Und dann stellte sich noch eine weitere Hürde: die Technik. Die analogen Bilder galt es zu digitalisieren, das Layout zu erstellen und die Satzdatei druckfähig zu machen. "Dabei hat mir Klaus Vogel geholfen", so Armin Fischer, der nicht nur einmal kurz davor stand, das Projekt abzubrechen. Allein die Recherche habe ihn Nerven gekostet. Während digitale Bilddateien heute benannt und archiviert werden können, war es bei den unzähligen analogen Abzügen nahezu unmöglich, vollständig zu rekapitulieren, wer oder was wann und zu welchem Anlass abgebildet war.

Die Kalendermotive sind beispielhaft für die Bild-Geschichten, die der Fotograf durch sein Objektiv entdeckt, wenn die Fotos für die Zeitung längst "im Kasten" sind. Zu sehen sind unter anderem Landschaftsaufnahmen, Porträts der Dressurreiterin Isabell Werth und des Moerser Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch sowie der Alltag des Niederrheins. Und auch die Motive, die es nicht auf eines der Monatsblätter geschafft haben, zeigt Fischer auf einer Zusatzseite. Die 100 Exemplare der ersten Auflage des 15-seitigen Kalenders im Format DINA3 quer sind bereits vergriffen. In zweiter Auflage wurden weitere 100 Stück gedruckt. Wer sich den Kalender "reduziert 1995 - 1998" sichern möchte, muss schnell zugreifen. Es sind nur noch wenige Exemplare für 20 Euro in der Buchhandlung Schiffer-Neumann (Rheinberg), Buchhandlung Korn (Wesel) sowie bei Xantee (Xanten) erhältlich.

Quelle: RP
 
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