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Rheinberg
Kaltenbach: "Die Schuld liegt nicht bei den Leitern des DLB"

Rheinberg: Kaltenbach: "Die Schuld liegt nicht bei den Leitern des DLB"
Rosemarie Kaltenbach FOTO: AF (Archiv)
Rheinberg. Der Dienstleistungsbetrieb (DLB) Rheinberg wird ab dem 1. Mai Bio- und Sperrmüll sowie Grünschnitt und Elektro- beziehungsweise Metallschrott selbst abfahren. Um die Abfuhr von Restmüll und Schadstoffen kümmert sich weiterhin das Entsorgungsunternehmen Drekopf, mit dem die Stadt Rheinberg allerdings im Clinch liegt (die RP berichtete). Von Uwe Plien

"Die Firma Drekopf zweifelt die Wirksamkeit der abgegebenen Erklärung an", sagte gestern die Beigeordnete der Stadt Rheinberg, Rosemarie Kaltenbach, auf Nachfrage der RP. Es könne keine Rede davon sein, dass sich die beiden Leiter des DLB Versäumnisse geleistet hätten. Kaltenbach: "Bereits im Februar 2014 hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt den Auftrag erteilt, Gespräche mit der Entsorgungsfirma zu führen. Das haben die Herren vom DLB daraufhin auch getan." Eine mündliche Vereinbarung sei damals getroffen worden, was vertraglich möglich sei. Drekopf beziehe sich gar nicht auf nicht eingehaltene Fristen.

Nun soll gerichtlich geklärt werden, ob die Vereinbarung gültig sei oder nicht. Das sei allerdings erst im nächsten Jahr möglich, weil erst dann ein finanzieller Schaden absehbar sei. Der DLB wird die Müllentsorgung nun zunächst für ein Jahr selbst in die Hand nehmen. "Ende des Jahres wollen wir dann eine Entscheidung treffen, ob wir das zu den kalkulierten Preisen weitermachen können oder nicht", erläuterte Rosemarie Kaltenbach. Dabei will man auch die Erfahrungen anderer Kommunen in den Entscheidungsprozess miteinfließen lassen. Das Restmüllgeschäft geht ab dem 1. Mai für zunächst ein Jahr an Drekopf. "Wir haben neu ausgeschrieben und Drekopf hat das günstigste Angebot abgegeben", so die Beigeordnete, die es als Vorteil ansieht, dass die Stadt und der DLB alle Müllgefäße ankauft. Dadurch könne man flexibler handeln und sei in der Lage, den Anbieter zu wechseln. Ein neuer Anbieter brauche dann nur Fahrzeuge und Personal stellen, nicht aber die Tonnen. Der neue Abfallkalender soll Ende April vorliegen.

Quelle: RP
 
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