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Alpen
Katharina ist die neue Spargelprinzessin

Alpen: Katharina ist die neue Spargelprinzessin
Die Bewerberinnen mussten auch beim Spargelstechen ihr Geschick unter Beweis stellen. Von links: Organisator Roman Merkewitsch mit Lena Sandström, Jennifer Wollefs, Mara Laakmann, Jule Grunert, Lena Büren, Katharina Kock, Sarah Seegers, Lea Hilgers und Julia Croonenbock. FOTO: Olaf Ostermann
Alpen. Die 17-jährige Katharina Kock aus Bönninghardt hat die Jury mit ihrem Talent von sich überzeugt. Pünktlich zur Saisoneröffnung auf dem Spargelhof Schippers übernahm die neue Veener Prinzessin Schärpe und Krönchen. Von Sabine Hannemann

Am Samstag machte sich eine Jury auf die Suche nach der neuen Veener Spargelprinzessin. Keine leichte Aufgabe, wie sich schnell herausstellte. Neun Anwärterinnen auf den Titel stellten sich den verschiedenen Aufgaben. Und das vorweg: Katharina Kock (17) aus Bönninghardt machte das Rennen und trägt nun die Krone als Spargelbotschafterin.

Schon der Nachmittag hatte es in sich. Die Anwärterinnen machten im Blaumann, karierter Bluse und Gummistiefeln einen professionellen Eindruck, als sie in den praktischen Teil starteten. Das hieß: mit Spargelkorb, Kelle und Stechmesser ab aufs Feld. Wichtig war für die Juroren, "dass sie genügend Spargel stechen und sauber arbeiten, keine Triebe verletzen und auch die Folie wieder ordentlich auflegen", sagte Ortsbauernvorsitzender Hannes Paeßens, der zusammen mit Markus Schippers, Marlen Wache, Anke Wunschmann vom Spargelhof Ricken und Ingrid Kühne zur Jury gehörte. Neu bei der fünften Wahl zur Spargelprinzessin ist, "dass wir alle Wettbewerbe mit anschließender Party auf den Samstag gelegt haben. Das ist in jedem Fall entspannter", meint Organisator Roman Merkewitsch vom Spargelhof Schippers. Mit rund 61 Hektar Fläche gehört der Veener Spargel zu den bedeutenden Anbaugebieten am Niederrhein und zählt zu einem überaus wichtigen Wirtschaftszweig der Region. "Die Spargelprinzessin sollte sich damit identifizieren und sich auskennen", sagt Merkewitsch. Um Kandidatinnen brauchte sich das Organisationsteam in Veen keine Gedanken zu machen. Immerhin zwölf junge Frauen meldeten sich. Davon mussten drei absagen, weil sie in Abi-Prüfungen stecken.

Auch nach körperlich anstrengender Arbeit auf dem Spargelfeld ist die gute Laune bei den Kandidatinnen nicht verflogen. Mit Begeisterung stellen sie sich den nächsten Aufgaben, wie einem Quiz rund um das weiße Gold. Beim praktischen Teil mussten sie erneut beweisen, dass sie auch mit dem Schälmesser umgehen können oder edle Stangen nach Gewicht schätzen können. Die spannendsten Momente allerdings sollten am Abend noch folgen. "Wir sind aufgeregt, denn vor so vielen Leuten auf der Bühne zu stehen, machen wir nicht jeden Tag", verrät Maren Laakmann (16) aus Millingen. Nach der Ankunft in einer Stretch-Limousine geht es am Abend weiter. Die Kandidatinnen, jetzt im schmucken Dirndl und derbem Schuhwerk, bringen nochmals die Jury ins Grübeln. Denn noch fehlt der individuelle Teil, den jede für die Rubrik "Präsenz" abliefert. Lena Sandström (16) und Jule Grunert (17) tragen ein Gedicht rund um das Edelgemüse vor, Jennifer Wollefs (16), Lena Büren (17), Mara Laakmann (16) und Julia Cronnenbrock (17) setzen auf Kulinarisches für die Jury. Anders fällt der Beitrag von Katharina Kock (17) aus. Sie geht in den Spagat, nimmt den Spargel mit den Zähnen auf, Lea Hilgers (16) präsentiert ein Spargel-Bild und Sarah Seegers (20) tanzt einen orientalisch-angehauchten Spargeltanz. Kommentar von Roman Merkewitsch: "Wenn jetzt der Spargel nicht aus dem Boden kommt."

Die Jury hatte die Qual der Wahl. Die Ergebnisse lagen dicht beieinander, wie Jurymitglied Ingrid Kühne feststellt. Für Katharina kam das Ergebnis völlig überraschend. Schnell gewann die Freude die Überhand. "Ich habe mit dem Titel überhaupt nicht gerechnet", gibt die Schülerin zu. "Sondern eher auf eine andere Kandidatin getippt."

Quelle: RP
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