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Rheinberg
Keine Einigung beim Tourismuskonzept

Rheinberg. Stadt hält Überarbeitung des Leitfadens nach zehn Jahren für notwendig. Im Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur bissen sich die Fraktionen daran fest, dass im Haushalt 100.000 Euro für Wohnmobilstellplätze stehen. Von Uwe Plien

Diskutiert werden sollte die Frage, ob die Stadt eine Agentur für Tourismusberatung beauftragen soll, die das Rheinberger Tourismuskonzept fortschreibt. Denn das hat mittlerweile zehn Jahre auf dem Buckel. Im Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur bissen sich die Politiker allerdings lange an einem Einzelpunkt fest. In der Vorlage der Verwaltung war der Satz aufgefallen, dass im Haushalt 2018 100.000 Euro als Investition für einen Wohnmobilstellplatz eingestellt sind. Die Kosten für die Überarbeitung des Konzept soll hingegen 7000 Euro kosten. "Mit der Investition von 100.000 Euro sind wir nicht einverstanden", sagte Edith Justen-Bechstein (SPD). Ihre Partei stelle auch die Notwendigkeit einer Überarbeitung des Tourismuskonzepts infrage. Die CDU hatte weniger Berührungsängste. Ihr Sprecher Klaus Wittmann forderte allerdings, dass genau überprüft werden müsse, was gemacht wird. Unterdessen war Grünen-Sprecherin Dagmar Kraus-Bartsch die ganze Sache zu vage; Ihre Fraktion sei nicht dagegen, allerdings sehe man bisher nur Absichtserklärungen. Einzig Edeltraud Hackstein (FDP) stimmte uneingeschränkt zu: "Es viel passiert, seit das Konzept vor zehn Jahren aufgelegt wurde. Deshalb wollen wir, dass ein Büro neue Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt. Wir wollen, dass es weitergeht."

Barbara Gumpert, bei der Stadt für Tourismus verantwortlich, erinnerte daran, dass man sich vor Jahren darauf geeinigt habe, 100.000 Euro für 15 Wohnmobilstellplätze am St.-Nikolaus-Krankenhaus in den Haushalt einzustellen. Im Zusammenhang mit dem Haushaltssicherungskonzept sei diese Position geschoben worden. Gumpert: "Wir müssen uns allerdings im Klaren darüber sein, dass Rheinberg als einzige Kommune im Kreis Wesel keine Wohnmobilstellplätze hat."

In den vergangenen zehn Jahren habe sich viel verändert. Das Hotel am Fischmarkt sei eröffnet worden und bringe mehr Touristen in die Stadt, in drei Jahren stehe die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort an, Heimatverein und Stadtmarketing hätten in Sachen Tourismus viel in Bewegung gebracht. Barbara Gumpert: "Vor zehn Jahren hatten wir nicht einmal eine städtische Tourismus-Broschüre." Deshalb solle man sich jetzt beraten lassen, was man machen kann.

Letztlich wurde man sich im Ausschuss nicht einig. Konsequenz: Der Punkt wurde in den Haupt- und Finanzausschuss geschoben. In einem überarbeiteten Tourismuskonzept soll es nicht nur um einen Wohnmobilstellplatz gehen, sondern auch um die gestiegenen Übernachtungszahlen, den Rheinradweg und weitere Nutzungsmöglichkeiten des Stadtparks.

Quelle: RP
 
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