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Rheinberg
Kerzenmeer für eine gerechtere Welt

Rheinberg: Kerzenmeer für eine gerechtere Welt
Trotz Regen, Hagel und Wind brannte ein Lichtermeer, auch wenn manch dargestellter Kontinent im Schatten lag. Immerhin stellten 500 Kirchgänger ihre Kerzen wie geplant rund um das Kerzenbild dazu. FOTO: Ostermann
Rheinberg. Die bundesweite Caritas-Solidaritätsaktion "Eine Millionen Sterne" ließ in Rheinberg Hunderte von Kerzen vor der St. Anna-Kirche erstrahlen. Das Regenwetter erschwerte die Aktion. Von Sabine Hannemann

In ein Lichtermeer verwandelte sich am Samstag der Kirchvorplatz der St. Anna-Kirche. Rheinberg nahm an der bundesweiten Solidaritätsaktion "Eine Million Sterne" teil.

Ausgerufen hatte die Aktion "Caritas international". Das Motto der Aktion, die mittlerweile zum elften Mal stattfindet, lautete "Zusammen sind wir Heimat." Mit dem bundesweiten Lichtermeer wurde ein Zeichen für eine gerechtere Welt gesetzt, begleitet von der Aufforderung, die aktuelle Flüchtlingsthematik nicht rechten Gruppierungen zu überlassen.

Seit dem Mittag hatten die Mitarbeiter des Caritasverbandes Moers-Xanten den Vorplatz inszeniert. "Wir haben die Weltkarte mit Kerzen abgebildet", sagte Kirsten Schwarz. Die blaue Folie symbolisierte das Meer. Rund um den Platz wurden am Nachmittag Zelte aufgestellt, in denen es später Punsch und Wurst gab. Die Pfadfinder schlugen mit einem Lagerfeuer auf. Die Essener Gruppe Sambakowski fand mit ihren Instrumenten direkt daneben ihren Platz. 3000 aufgestellte Kerzen in Tontöpfen sollten es am Abend nach der Messe sein.

Das Leuchten für die Solidarität sorgte für großes Erstaunen, Freude und jede Menge Gesprächsstoff. "Ich freue mich, dass die Aktion und der Kauf der Kerzen eine so starke Resonanz gefunden haben", sagte Margot Schiffer. Doch eines konnten die Initiatoren nicht planen: das Wetter. Wasserschaden auf der ganzen Linie meldeten die Akteure bei einsetzender Dunkelheit. Regen vermischt mit Hagel und Wind setzte dem Projekt am Standort Rheinberg Grenzen. Mit vereinten Kräften versuchten die Caritas-Teams, den Schaden in Grenzen zu halten. "Wir haben mit Laubbläsern versucht, das Wasser aus den Tontöpfen zu blasen", sagte Manuel Kutz, Leiter der Kinder- und Jugendhilfe des Caritasverbands Moers-Xanten. Mit Flammenwerfern ging es dann weiter, die bereits nassen Dochte zu entzünden. "Wir haben zum Schluss den Kampf verloren. Der Regen war zu heftig", hieß es später aus Mitarbeiterreihen. Dennoch: Ein Lichtermeer brannte zum Schluss, auch wenn manch dargestellter Kontinent im Schatten lag. Immerhin stellten 500 Kirchgänger ihre Kerzen, die an Osterkerze im Kirchraum entzündet wurden, wie geplant rund um das Kerzenbild dazu. Der Regen hatte zu dem Zeitpunkt eine Pause eingelegt. Botschaft alle Akteure: "Wir sind die Welt und lassen andere nicht im Stich."

Kirsten Schwarz: "Der Erlös wird geteilt. Die Hälfte fließt in das Bildungsprojekt Libanon, die andere Hälfte in Projekte mit Kindern bei uns vor Ort." Beteiligt hatte sich mit dem Kauf von 333 Lichtern auch die Sparkasse am Niederrhein.

Quelle: RP
 
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