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Rheinberg
Kinder aus 20 Nationen gemeinsam auf der Bühne

Rheinberg. In der Begegnungsstätte Reichelsiedlung wurde schon zum 18. Mal das Fest der Begegnung gefeiert. Von Sassan Dastkutah

Dass Integration ganz einfach funktioniert, zeigten Kinder in der Begegnungsstätte Reichelsiedlung. Zum 18. Mal wurde dort das Fest der Begegnung gefeiert. Gut 80 Mädchen und Jungen aus 20 Nationen hatten ein Woche das Stück "Reise nach Nimmerland" eingeübt. Es waren Kinder und Jugendliche aus Polen, der Türkei, Deutschland sowie Flüchtlingskinder unter anderem aus Syrien und dem Irak bei dem Gemeinschaftsprojekt dabei.

"Es ist immer wieder schön zu sehen, wie einfach bei Kindern Integration funktioniert. Bei Erwachsenen ist es leider nicht so", verriet Bernhard Bauguitte vom Diakonischen Werk Rheinberg, das wieder mit dem Jugendamt Rheinberg die Herbstspiele veranstaltete. "Das ist auch das Ziel der Herbstspiele. Das fördert die Integration in Rheinberg", fügte Bauguitte hinzu.

Das Ergebnis der interkulturellen Kommunikation konnte sich wieder mal sehen lassen. Die Kinder nahmen die vielen Zuschauer auf eine spannende Märchenreise mit. Eine bunte Kulisse, die das Bühnenbauteam gebaut und gemalt hatte, unterstrich das schauspielerische Talent der sechs bis 13-Jährigen. Nervosität? Keine Spur. Adam beispielsweise spielte Peter Pan. Und das -wie seine Schauspielkollegen - mit Herz und viel Spaß. Strahlend präsentierten die Jungtalente ihre eigenen Texte auf der Bühne. "Ich hatte diese Woche viel Spaß beim Üben. Die Texte haben wir uns ausgedacht", verriet Adam (8) völlig entspannt kurz vor dem Stück. Auf der Bühne bestäubte er Wendy, die von der achtjährigen Zoe gespielt wurde, mit Feenstaub, damit Wendy endlich fliegen konnte. Ebenfalls ihre Brüder wurden auf der Bühne flugtauglich gemacht. Und schon ging der Flug quer über die Bühne Richtung Nimmerland. Die jungen Mimen standen im Blitzlichtgewitter. Begeisterte Eltern und Geschwister fotografierten die Darsteller und bestaunten sie. Die jungen Theaterstars rissen nämlich alle mit, spielten, als wenn sie schon immer auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gestanden hätten.

Eine Woche lang hatten die Kulissen-Gruppe, vier Theatergruppen und die "Rote-Faden-Gruppe", die die einzelnen Theatersequenzen mit Wortwitz verknüpfte, auf dieses Ziel hingearbeitet. "Es gab nicht einmal Ärger unter den Kindern. Die haben Hand in Hand gearbeitet", schilderte Bernhard Bauguitte völlig begeistert. Auch eine Mini-Playback-Gruppe trat auf.

Wer viel arbeitet, muss auch gut essen, heißt es im Volksmund. Rund 20 Betreuer hatten sich in der Herbstferienwoche um die Mädchen und Jungen gekümmert. Fanny Lenssen aus Chile, Finka Kobiljar aus Bosnien und Zakia El Azime hatten die Kleinen mit Essen versorgt. Eine Woche lang gab es für die fleißigen Kinder Leckereien aus aller Welt. Beim Fest der Begegnung hatte das ehrenamtliche Kochtrio mit Hilfe vieler anderer Eltern Gerichte aus 13 Nationen für die Kinder und die Gäste bereitgestellt. Es gab Reisgerichte aus Marokko, Huhn aus Bosnien, Lasagne aus Italien oder türkische Pizza.

Quelle: RP
 
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