| 00.00 Uhr

Alpen
Kirche weicht 13 schicken Wohnungen

Alpen: Kirche weicht 13 schicken Wohnungen
Treffen vor Ort (v.l.): Wirtschaftsförderer Thomas Janßen, die Architekten Thomas Stallmann und Ludmila Roswalka, Bauträger Michael Lampert und Vize-Bürgermeister Kurt Verhülsdonk. Nach dem Abriss der Kirche (oben) soll an der Bruckstraße ein schickes Mehrparteienhaus entstehen. FOTO: Ostermann/Lampert
Alpen. Die Moerser Lampert Projektbau GmbH hat sich das Grundstück an der Bruckstraße in Alpen gesichert, wo noch die Neuapostolische Kirche steht. Geplant ist ein modernes Gebäude mit 13 Komfortwohnungen. Das Interesse scheint groß. Von Erwin Kohl

Der Ort Alpen entwickelt sich. Schon bevor der Rat den Ortskern im Zuge des Stadtumbau-Projekts in ein architektonisches "Wohnzimmer" verwandeln und damit zusätzliche Wohlfühlakzente setzen möchte, bietet sich eine fast perfekte Symbiose zwischen dörflichem Charakter und nahezu vollständiger Infrastruktur. Eingebettet in eine abwechslungsreiche Natur mit radläufig erreichbaren Wäldern, Naturschutzgebieten und sogar einem Freizeitsee weckt das natürlich Begehrlichkeiten.

So übersteigt das Interesse an einem Häuschen im Ort bei weitem das Angebot an Baugrundstücken. Freiwerdende Immobilien wechseln in Windeseile zu rekordverdächtigen Preisen die Eigentümer. Bedarf gibt es vor allem an Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern. Aber gerade dafür sind Grundstücke in der entsprechenden Größe besonders rar.

Michael Lampert kann ein Lied davon singen. Der Geschäftsführer der Moerser Lampert Projektbau GmbH plant derzeit mit dem "Alpenhof" eine moderne Wohnanlage mit 13 Eigentumswohnungen an der Bruckstraße. Um an das passende Grundstück zu kommen, musste seine Firma nicht nur die Abrisskosten für die dort noch stehende Neuapostolische Kirche in die Kalkulation aufnehmen. "Der Quadratmeterpreis bewegt sich auf dem Niveau der Moerser Innenstadt, Alpen ist als Wohnort unglaublich begehrt", erklärt Lampert.

Lange überlegen musste der Wohnungsbau-Experte dennoch nicht, nach zwei Tagen war der Kauf perfekt. Ein Grund dafür ist die Lage des Grundstücks, das zum einen an ein Naturschutzgebiet angrenzt und es zum anderen erlaubt, eine Tiefgarage mit Ausfahrt zur Bruckstraße zu realisieren.

Dass diese kostspielige Lösung überhaupt notwendig ist, liegt an der Stellplatzverordnung der Gemeinde. "Je Wohneinheit müssen zwei Parkplätze geschaffen werden. Für eine Wohnanlage mit 13 oder mehr Einheiten gibt es keine Grundstücke, die den Platz dafür bieten. Deshalb ist es so schwer, die Nachfrage zu bedienen", erklärt Lampert.

Bürgermeister Thomas Ahls verspricht Abhilfe: "Wir haben in der Historie die Erfahrung gemacht, dass weniger Stellplätze nicht ausreichen und der öffentliche Raum oft zugeparkt wird. Im nächsten Jahr werden wir aber die Stellplatzverordnung novellieren und so den Wohnungsmarkt entlasten."

Wohngebäude auf dem neuesten Stand der Technik können Umwelt und Geldbeutel entlasten. Ein Beispiel dafür ist der "Alpenhof", ein Energieeffizienzhaus, das durch moderne Erdwärmetechnik einen bescheidenen Energiehunger von nur 14 KW/h pro Quadratmeter und Jahr hat. "Wir werden ein geologisches Gutachten erstellen lassen und mehrere Bohrungen bis in eine Tiefe bis 99 Metern vornehmen", erläutert Michael Lampert. Die barrierefreien Wohnungen werden hochwertig ausgestattet.

Sicherheitstüren und eine Videoüberwachung zählen ebenso zum Konzept wie Design-Bäder, Parkettböden oder großzügig angelegte Terrassen. Dazu sorgt ein parkähnlich angelegter Gemeinschaftsgarten für Entspannung. Das Leben in der komfortablen Villa, die durch klassische Formen und harmonisch abgestimmte Farben besticht, hat ihren Preis: Bis zu 456.000 Euro für die 135 Quadratmeter große Penthouse-Wohnung sind durchaus kein Pappenstiel.

An der Nachfrage ändert das jedoch nichts. "Wir haben zwei Wochen nach Vertriebsstart schon die Hälfte der Wohnungen verkauft. Gerade die Penthouse-Wohnungen sind sehr gefragt. Bei den Käufern handelt es sich oft um Menschen, die ihre Häuser abgeben und eine bequeme Lösung fürs Alter suchen", so Lampert.

Wenn diese Lösung noch dazu in Alpen zu finden ist, gibt es kein Halten mehr. Immobilienmaklerin Mara Servaty singt ein Loblied: "Unsere Kunden lieben diesen Ort. Er ist hübsch, verfügt über eine optimale Verkehrsanbindung und eine tolle Infrastruktur. Alpen hat Flair."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Alpen: Kirche weicht 13 schicken Wohnungen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.