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Rheinberg
Klar zum Schulstart

Rheinberg: Klar zum Schulstart
Symbolträchtig: Andreas Int-Veen baute gestern im Schulzentrum die Verbindungstüre zwischen den Lehrerzimmern von Haupt- und Realschule ein.
Rheinberg. Die neue Gemeinschaftsschule Rheinberg bereitet sich auf den Unterrichtsbeginn vor. Die inhaltlichen Angebote werden noch einmal durchgegangen, das Organisatorische ist geregelt. Von Rainer Kaussen

Dass die Handwerker der Firma Preuss gestern morgen im Rheinberger Schulzentrum eine Wand durchbrachen, hatte durchaus auch Symbolwert: So wurde der Platz geschaffen für eine Verbindungstüre zwischen den Lehrerzimmern von Haupt- und Realschule, deren Kollegien vom neuen Schuljahr an auf ganz neuer Basis zusammenarbeiten werden. Dann, wenn in Rheinberg die neue Gemeinschaftsschule an den Start geht.

Reformpädagogik

Dann kann endlich all' das in der Praxis umgesetzt werden, woran viele Pädagogen schon seit Monaten emsig arbeiten. "Reformpädagogik", wie Schulleiter Norbert Giesen kurz und bündig beschreibt; Dr. Beatrix Langenbeck-Schwich als seine Stellvertreterin spricht von Aufbruchstimmung, Abteilungsleiter Martin Reichert freut sich auf neues Gestalten. Eine Herausforderung, auf die sich die Drei und alle ihre Kollegen auch gerne in den großen Ferien vorbereiten. Die Pädagogen ohnehin nicht als Urlaub definieren sondern als "unterrichtsfreie Zeit".

Schulinterne Fortbildungsveranstaltungen waren angesetzt, um sich auf den Gemeinschaftsschul-Betrieb einzustimmen. In fachlicher wie in pädagogischer Hinsicht. Wobei als Richtschnur die Bewahrung der in der Realschule bewährten Strukturen und ihre Ergänzung um neue Komponenten galt. Das kooperative Lernen beispielsweise, das individuell gestaltete Lernen, die Ausrichtung zur Eigenverantwortlichkeit.

39 Pädagogen

Die neue Gemeinschaftsschule geht mit einem Kollegium aus 39 Pädagogen an den Start. Darunter sind allerdings etliche, die nur mit einigen Stunden zur Gemeinschaftsschule abgeordnet sind. Insgesamt sieben Neueinstellungen hat es gegeben – Lehrer, für die die Gemeinschaftsschule die "Stammschule" ist, die einen Teil ihrer Arbeitszeit auch in anderen Klassen des Schulzentrums leisten.

Mit den neuen Kollegen gelingt es, bisherige "Mangelfächer" aufzufangen. Niederländisch, bisher auf Basis eines Zeitvertrages gelehrt, unterrichtet nun eine Vollzeitkraft. Einstellungen gibt es außerdem im Bereich Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre.

Nicht nur bei der Vorbereitung des Inhaltlichen gehen die Rheinberger in die Endrunde. Auch an den organisatorischen Überbau ist gedacht. Der Briefkopf der neuen Gemeinschaftsschule Rheinberg ist fertig, mit einem Logo, das der Pädagoge Frank Eckhardt entwickelte und das symbolisiert, dass hier Schüler aus unterschiedlichen Schulformen zusammenfinden. Außerdem läuft die Entwicklung einer eigenen Homepage, die auch Austauschplattform von Kollegium, Eltern und Schülern sein wird. Auf der aber auch Arbeitsinhalte hinterlegt und abgerufen werden können. Die entsprechende Fortbildung der Lehrer ist in den Ferien gelaufen bzw. wird bis Unterrichtsbeginn stattfinden.

(RP/jt)
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