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Rheinberg
Klares Signal: Mehr Geld für Ganztag

Rheinberg. Im Schulausschuss blieb offen, ob die Eltern die 38.500 Euro zahlen müssen. Von Bernfried Paus

Der Schulausschuss hat ein klares Signal gesandt, dass ihm die pädagogische Qualität im Offenen Ganztag an den Grundschulen am Herzen liegt und er nicht zur reinen Verwahrung der Schüler herabsinken soll. Der Ausschuss votierte einstimmig dafür, die Personalkostenpauschale spürbar anzuheben, die an die Träger des Angebotes überwiesen wird, damit diese ihre Kosten decken können. Am Ende soll spitz abgerechnet werden. Außerdem soll der Politik jährlich Bericht erstattet werden, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.

Ob die zusätzlich bereit gestellten 38.500 Euro aus dem schmalen Stadtsäckel kommen oder über die Anhebung der Elternbeiträge finanziert werden sollen, blieb offen. Darüber soll nach Beratung im Jugendhilfeausschuss der Rat entscheiden.

Ulla Bünnagel, Koordinatorin der Ganztagsbetreuung des Caritasverbands, erläuterte nachvollziehbar, dass die Träger personell inzwischen an Grenzen stoßen. Man habe in die zurückliegenden Jahren Personalkostensteigerungen in einer Größenordnung von knapp 25 Prozent auffangen müssen.

"Wir haben in der Vergangenheit immer wieder Stunden gekürzt, um mit der Pauschale über die Runden zu kommen", so Bünnagel. Nun aber sei man an einem Punkt angelangt, wo es den Kindern gegenüber nicht mehr zu verantworten sei, die fachlich-personelle Betreuung weiter zurückzufahren. Denn dann werde man dem pädagogisch notwendigen Standard nicht mehr gerecht. "Wir können so nicht weitermachen", lautete der eindringliche Appell von Ulla Bünnagel.

Der Ausschuss sah ein, dass es nötig war, finanziell nachzubessern. Er legt aber Wert darauf, "keinen "Freifahrtsschein zur Deckung von Finanzierungslücken" (Erich Weisser, CDU) auszustellen. Die Caritas-Koordinatorin ging mit der Gewissheit, dass finanziell im erforderlichen Umfang nachgebessert wird.

Ende des Schuljahres soll ein Strich gemacht werden, um zu sehen, ob die Pauschale nachjustiert werden muss, um sie "treffsicher" auszugestalten. Er herrschte Einigkeit darüber, dass sich das finanziell klamme Rheinberg in den Grundschulen weiter keine Ganztagsbetreuung "de luxe" leiste. Von der von Wohlfahrtsverbänden geforderten Kopfpauschale von 2978 Euro bleibt die Stadt weiter entfernt.

Quelle: RP
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