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Rheinberg
Kleine Rothäute fühlen sich pudelwohl

Rheinberg: Kleine Rothäute fühlen sich pudelwohl
Bettina Stermann, Leiterin des Evangelischen Familienzentrums - hier beim Indianertanz mit den Kindern - hat einige Ideen, das Platzangebot in der Einrichtung zu verbessern. FOTO: Ostermann
Rheinberg. Tag der offenen Tür im Ev. Familienzentrum. Die Nachfrage nach Plätzen ist groß. Doch alle Plätze sind ausgebucht. Von Erwin Kohl

"In erster Linie möchten wir mit Eltern, Kindern und Freunden einen schönen Tag erleben. Aber es geht uns natürlich auch darum, unser pädagogisches Konzept vorzustellen", erklärte Bettina Stermann, Leiterin des Evangelischen Familienzentrums Kinderhaus Rheinberg, zum Tag der offenen Tür.

Die Kinder empfingen ihre Besucher mit bunt bemalten Gesichtern und Federschmuck auf dem Kopf. Denn das Thema des Tages waren die Indianer. "Überall in den Gruppen wird gespielt und gebastelt, zum Beispiel Indianerschmuck oder die typischen Traumfänger", so Stermann. Wie es sich für einen richtigen Indianerstamm gehört, verfügen auch die Rothäute an der Fossastraße über eine Feuerstelle.

Die Anschaffung der Sitzgruppe mit der Feuerschale in der Mitte hat der Förderverein möglich gemacht, um den Kindern mit Experimenten das Thema Feuer näher zu bringen. "Wir nutzen den Ort aber auch als Kommunikationsecke, führen dort Gesprächsrunden mit Kindern durch, und am Nachmittag können Eltern dort grillen", erzählt die Leiterin. Eine große Tombola soll an diesem Tag mit zahlreichen attraktiven Preisen wie Musicalkarten und Menügutscheinen, die von Geschäftsleuten und Unternehmen gesponsert wurden, weitere Investitionen in die Ausstattung des Familienzentrums ermöglichen.

Einer der vielen Höhepunkte war an diesem Tag die Aufführung eines Indianertanzes, den Organist Michel Wulf-Schnieders mit dem Nachwuchs einstudiert hatte. Dann wurde es spannend: Die Kinder setzten sich auf den Boden der Eingangshalle und staunten darüber, wie Magier Karl-Heinz Seidel alias "Piadino" ein lebendes Kaninchen aus dem Hut zauberte oder ein Glas Wasser in der Rheinischen Post verschwinden ließ, ohne dass die Zeitung nass wurde.

Viele Eltern nutzten den Tag, um sich in Gruppenräumen und auf dem großen Außengelände umzusehen. Dabei stand ihnen das Team um Bettina Stermann beratend zur Seite. "Wir nutzen den Tag der offenen Tür auch, um Eltern mit Berührungsängsten ein niederschwelliges Angebot zu machen", sagt die Erzieherin. Dabei musste sie Eltern, die an diesem Tag ihr Kind anmelden wollten, vertrösten.

"Wir sind derzeit überbelegt, und auch für das kommende Jahr sind wir mit 78 Kindern in vier Gruppen restlos ausgebucht. Darunter sind 23 U 3-Kinder ab dem vierten Lebensmonat, die bei uns sprechen und laufen lernen", berichtete Stermann. Ein Dilemma, das sich mit Blick auf die lange Warteliste noch weiter verschärfen dürfte.

Ein Grund für die stetig steigende Nachfrage dürfte das ganzheitliche Konzept sein. Denn neben der Kinderbetreuung begleitet das Familienzentrum Eltern mit kompetenter Paar- und Familienberatung. Qualitäten, die nicht erst an diesem Tag viele Eltern überzeugt haben. Bettina Stermann: "Es gibt zu wenig Plätze. Dabei haben wir eine Menge Ideen, wie zusätzliche Plätze geschaffen werden könnten."

Quelle: RP
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