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Rheinberg
Koch gesteht Fälschung von Rezept

Rheinberg. Der Angeklagte hat eine Therapie gemacht. Das Verfahren wird eingestellt.

Seine Drogen- und Tablettensucht trieb einen gelernten Koch dazu, sich mit einem gefälschten Rezept teure Psychopharmaka zu erschleichen. Gestern musste er sich wegen Urkundenfälschung vor dem Rheinberger Amtsgericht verantworten. Der 39-Jährige räumte die Tat unumwunden ein.

Er habe in einer Rheinberger Apotheke ein mit falschem Namen versehenes Rezept für ein verschreibungspflichtiges Medikament eingelöst. Die Apothekerin hatte allerdings erst später gemerkt, dass es sich um eine Fälschung handelt. Als er im November 2014 das gefälschte Rezept abgab, sei er einfach "nicht klar im Kopf" gewesen, sagte der Angeklagte. Ein familiärer Schicksalsschlag und fehlende Aufarbeitung hätten ihn schon vor Jahren in die Depression geführt. Auch seine Drogensucht gründe darauf. Inzwischen habe er eine Therapie hinter sich und versuche, wieder Fuß zu fassen. Die Richterin wertete die Therapie und die Teilnahme an der Nachsorge positiv. Die Tat liege auch lange zurück. Zudem war der Angeklagte nach der Urkundenfälschung schon wegen weiterer Taten verurteilt worden. Im Hinblick darauf könne das Verfahren eingestellt werden. Einen weiteren Vorwurf bestritt der gelernte Koch. Es stimme nicht, dass er ein 1600 Euro teures Fahrrad gestohlen habe. Das habe der Anzeigeerstatter ohne Grundlage behauptet. Da der nicht als Zeuge geladen war, konnten die Hintergründe nicht geklärt werden.

(BL)
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