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Alpen
Lauftraining im Kindergarten macht Spaß

Alpen: Lauftraining im Kindergarten macht Spaß
Förderer geh Du voran: Jörg Rösken möchte den Kindern von St. Michael die Freude an der Bewegung vermitteln. FOTO: Armin Fischer
Alpen. St.-Michael-Kinder in Menzelen-West üben für den Sparkassenlauf. Vater Jörg Rösken vom Förderverein läuft voran. Von Bernfried Paus

Auf die Plätze, fertig, los. In ihren gelben T-Shirts wartet ein knappes Dutzend Knirpse im Kindergarten St. Michael in Menzelen-West vor der Glastür des Seiteneingangs darauf, dass sie endlich loslaufen können. Jörg Rösken (52) gibt das Startzeichen. Der Vorsitzende des Fördervereins ist heute Morgen als Trainer im Haus. Er bereitet die Kinder auf den 24. Alpener Sparkassenlauf vor, bei dem am Samstag, 18. Juli, auf der nagelneuen Tartanbahn im Stadion an der Fürst-Bentheim-Straße wieder zahlreiche Sportler unterschiedlicher Leistungsklassen in sieben Läufen an den Start gehen. Die St.-Michael-Kids laufen um 16 Uhr bei den Bambinis auf die Stadionrunde.

"Eigentlich schaffen die die 400 Meter auch ohne Training", sagt der 52-jährige Hobby-Jogger der Laufgemeinschaft (LG) Alpen, die den Sparkassenlauf veranstaltet. Dem pensionierten Grubenfeuerwehrmann, der unterschiedliche Triathlons in den langen Beinen hat, geht's um den Spaß an der Bewegung. Den möchte er den Kindern, darunter auch sein Töchterchen Klara (noch 2 Jahre jung), bei den regelmäßigen Laufeineinheiten auf dem Kindergartengelände mit auf den Weg geben. "Kondition bolzen" sei "Quatsch" im Kindergarten, sagt der erfahrene Läufer und Vater von insgesamt vier Kindern.

Mitten im Lauftross, nicht an der Spitze, hat sich Kita-Leiterin Karin Ricking eingereiht, mit cooler königsblauer Schalke-Kappe und knallgelbem Shirt versteht sich. Eine gewagte Farb-Kombination im Pulk der kleinen Fans mit der Raute im Herzen, wie sie lautstark bekennen. Ricking lobt das Engagement des 25 Mitglieder starken Fördervereins, der den zertifizierten "Bewegungskindergarten" nicht nur auf auf Trab hält, sondern auch auf anderen Gebieten Leben einhaucht.

Im noch jungen Förderverein würden sich unterschiedlichste Talente mit vielfachen Kontakten finden. Man müsse die Schätze für die Kinder nur heben. So geht's demnächst in den Lehrstollen der ehemaligen Zeche Friedrich-Heinrich nach Kamp-Lintfort. Die erste Disco, die die Väter für die Kleinen auf die Beine gestellt hatten, ist bei allen noch in bester Erinnerung. "Wegen der Nebelmaschine mussten die Rauchmelder abgehängt werden", so der gelernte Feuerwehrmann.

Karin Ricking ist absolut begeistert und macht den Vätern ein Riesenkompliment. "Männer gehen die Dinge ganz locker an, machen sich keinen großen Kopp. Und es läuft", sagt die Frau, die in der fusionierten Kirchengemeinde St. Ulrich nun ins Kita-Management wechselt.

Dann geht's raus in den "Kindergarten". Am Anfang stehen gymnastische Lockerungsübungen. Aber erst muss Teamchefin Karin beim jüngsten Läufer noch die Schuhriemen binden, um die Stolpergefahr zu beheben. Los geht's, Arme kreisen, auf einem Bein stehen, den Fuß drehen - Taylor, Eyleen und alle anderen schaffen das problemlos. Auf der Stelle immer schneller laufen - das gefällt Lasse. Dann setzt sich der Tross in Bewegung, biegt um die Ecke des Gebäudes, taucht nach einer halben Minute wieder auf. Das feld ist noch zusammen. Geschlossen geh's in Runde zwei. Von Müdigkeit keine Spur. Zeit spielt bei den Bambinis absolut keine Rolle. Dabei sein ist alles. Echt olympisch eben.

Quelle: RP
 
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