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Alpen
Leader will raus aus der Schublade

Alpen: Leader will raus aus der Schublade
Die Regionalmanagerinnen Kristin Hendriksen (links) und Beate Pauls haben ihr Büro im Sonsbecker Rathaus. FOTO: Fischer
Alpen. Die Regionalmanagerinnen Kristin Hendriksen und Beate Pauls haben sich im Alpener Rathaus vorgestellt. Sie haben die Basis zur Stärkung der Region mit Alpen, Rheinberg, Xanten und Sonsbeck gelegt. Nun geht's um konkrete Projekte. Von Bernfried Paus

Noch wirft Leader, das EU-Programm zur Stärkung des ländlichen Raums mehr Fragen auf, als dass es Antworten gibt. Auch in der Politik überwiegt die Skepsis. Das Vertrauen in "ein bürokratisches Monster" muss noch wachsen und das vorwiegend "theoretische Modell" mit Leben gefüllt werden. Kristin Hendriksen und Beate Pauls, die beiden Regionalmanagerinnen der Region Niederrhein mit den vier Kommunen Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten verbreiteten bei ihrem Besuch im Alpener Rathaus Zuversicht und sehen das Projekt auf einem guten Weg.

In den zurückliegenden Monaten war das Duo vor allem damit beschäftigt, die Basis für die Arbeit zu legen. Sie haben die Geschäftsstelle im Sonsbecker Rathaus aufgebaut und das 140 Seiten starke regionale Entwicklungskonzept verfasst, das Handlungsfelder beschreibt und Ziele formuliert.

Vor der politischen Sommerpause hat Bürgermeister Thomas Ahls aus Düsseldorf den Bewilligungsbescheid für die erste halbe Million Euro mitgebracht. "Ein Meilenstein", so Kristin Hendriksen, auch wenn damit noch kein konkretes Projekt in Angriff genommen werden könne. "Doch jetzt sind wir handlungsfähig", betonten die Regionalmanagerinnen. "Es kann endlich losgehen", freute sich Beate Pauls.

Mit dem Geld könne man nun auch endlich einsteigen in die Öffentlichkeitsarbeit, damit das etwas sperrige Projekt "Gesicht" bekommt und möglichst viele begeistert. Ein professionell ansprechender Internet-Auftritt soll dazu gehören, und auch ein Logo soll entwickelt werden, um Identifikation zu stiften. Auch ein Newsletter soll aufgelegt werden. Geld für konkrete, Stadtgrenzen überschreitende Projekte fließt noch nicht. Die müssen erst ausgearbeitet und und antragsreif gestaltet werden, um Mittel aus dem Topf zu erhalten, der für die Region Niederrhein mit 2,3 Millionen Euro gefüllt ist.

Es gibt schon deutlich mehr als 100 Vorschläge. Darunter ist auch die Idee der Dorfwerkstatt Alpen, die Themen-Radwege auf den Weg bringen möchte. Alle Vorschläge sollen nun gebündelt werden. Doch es braucht noch ein wenig Geduld. "Wir benötigen noch ein wenig Zeit und sollten nichts überstürzen", so Hendriksen weiter.

Die besten Chancen auf Realisierung haben Initiativen, die die Integration von Flüchtlingen fördern, dem Dialog der Generationen erleichtern, Streuobstwiesen wachsen lassen sowie die touristischen Potenziale der Region besser zum Tragen bringen. Am weitesten gediehen, so Regionalmanagerin Hendriksen, sei die Ausweisung von Knotenpunkten im Radwegenetz nach niederländischem Vorbild. Das biete zudem die Chance, mit der Nachbarregion Lippe-Issel-Niederrhein zu kooperieren.

In Kürze sollen in allen vier Kommunen Info-Veranstaltungen laufen. Denen sollen sich offene Workshops anschließen, in denen jeder seine Vorstellungen einbringen kann, wohin die Reise der Region gehen sollte.

Kontakt Regionalbüro unter Tel. 02838 36148 oder per E-Mail an kristin.hendriksen@sonsbeck.de

Quelle: RP
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