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Alpen
Lebenshilfe setzt auf Arbeitssicherheit

Alpen: Lebenshilfe setzt auf Arbeitssicherheit
In den Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein haben sich 15 Mitarbeiter zu Sicherheitsbeauftragten ausbilden lassen. FOTO: Lebenshilfe
Alpen. 15 behinderte Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätte haben sich jetzt als Sicherheitsbeauftragte qualifiziert. Von Bernfried Paus

Sicherheitsbeauftragte sind in vielen Unternehmen längst nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen ihre Kollegen darin, Unfälle und arbeitsbedingte Gefahren zu vermeiden. Das ist in den Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein nicht anders. 15 Mitarbeiter mit Behinderung haben sich nun zu Sicherheitsbeauftragten ausbilden lassen. Dazu gehörten auch Mitarbeiter aus den Werkstätten in Veen. In Zukunft wollen sie einen wichtigen Beitrag zur Arbeitssicherheit leisten.

An drei Standorten beschäftigen die Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein insgesamt 1100 Mitarbeiter, rund 840 davon haben eine Behinderung. Als Unternehmen mit regelmäßig mehr als 20 Mitarbeitern sind sie daher gesetzlich dazu verpflichtet, einen Sicherheitsbeauftragten zu stellen. Diese Funktion darf grundsätzlich jede Person übernehmen. Voraussetzung ist, dass sie dazu motiviert ist und ihren Kollegen als Vorbild dienen kann. Insgesamt 15 Mitarbeiter dürfen diese Funktion in Zukunft ausüben, sie haben jetzt die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Auch das Team von Sicherheitsbeauftragten am Standort Veen bekommt nun Zuwachs. Die Mitarbeiter in den Lebenshilfe Werkstätten bringen besondere Kompetenzen mit, die sie für die verantwortungsvolle Aufgabe als Sicherheitsbeauftragter qualifizieren.

Dazu zählen eine hohe Aufmerksamkeit selbst für kleinste Abweichungen, eine hohe Identifikation mit ihrem Arbeitsplatz und ein feines Gespür dafür, wenn dort etwas nicht in Ordnung ist. In dem Seminar haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Einblicke in die Aufgaben und Arbeitsweisen eines Sicherheitsbeauftragten erhalten.

Auch in der Praxis haben sie sich bereits erprobt. So haben sie beispielsweise gelernt, wie sie Gefährdungen und Verbesserungspotenziale erkennen und ihre Kollegen auf Verletzungsrisiken aufmerksam machen können. Das im Seminar erlernte Wissen wollen sie schon bald auch bei ihrer täglichen Arbeit in den Werkstätten anwenden.

Um die Arbeitssicherheit auf Dauer zu verbessern, ist dies ein wichtiger Faktor. Zur Einbeziehung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat die Lebenshilfe Unterer Niederrhein zudem ein Konzept entwickelt - ganz im Sinne des Inklusionsgedankens, der eine Gleichberechtigung von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen vorsieht. Die neuen Sicherheitsbeauftragten werden sich beispielsweise regelmäßig in ihrer Werkstatt und standortübergreifend untereinander austauschen, an Betriebsbegehungen und an den Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses teilnehmen.

Quelle: RP
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