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Alpen
Lob aus Brüssel freut die Volksbank

Alpen. Im EU-Amtsblatt wird die genossenschaftliche Idee gewürdigt. Volksbank-Niederrhein-Vorstandsvorsitzender Lohmann: "Den Worten müssen Taten folgen!" Von Dirk Möwius

Über aktuelle Anerkennung aus Brüssel für die genossenschaftliche Idee und die Arbeit der Volksbanken vor Ort freut sich Volksbank-Chef Guido Lohmann: "Im neuen EU-Amtsblatt wird in bemerkenswerter Weise die Rolle der Genossenschaftsbanken für die Stabilität des europäischen Finanzsystems gewürdigt. Zur Verbesserung der Mittelstandsfinanzierung wird sogar ausdrücklich deren Stärkung empfohlen." Wörtlich heißt es in dem Papier, Kreditgenossenschaften verfügten über "die Verbindung zur gewerblichen Wirtschaft vor Ort, territoriale Verwurzelung, Kundennähe sowie Nähe zu lokalen Interessen und sozialen Akteuren." Gesunde Kapitalstrukturen mit angemessener Risikobereitschaft seien typisches Kennzeichen von Volksbanken, Raiffeisenbanken sowie Spar- und Darlehenskassen.

Im Ergebnis kommen die Ausschussmitglieder zu dem Schluss, dass regulatorische Vorschriften der EU auf Großbanken zugeschnitten sind und kleine, solide Regionalbanken dadurch unnötig schwer belastet werden. Die Forderung der Wirtschaftsexperten lautet daher: "das Prinzip der Verhältnismäßigkeit anwenden und die Besonderheiten der Regionalbanken stärker berücksichtigen."

Bei der Volksbank Niederrhein stoßen die neuen Töne aus Brüssel auf offene Ohren. Guido Lohmann: "In der Analyse und Bewertung des EWSA finden wir uns ganz klar wieder. Vielleicht liegt es daran, dass hier Fachleute, die die Praxis kennen, zusammenarbeiten. Schön wäre, wenn den Worten jetzt auch Taten folgen würden." Lohmann. "Tatsächlich sind vielen Politikern und Verwaltungsexperten in der Europäischen Union Geschichte, Geschäftsmodell und wirtschaftliche Bedeutung von Kreditgenossenschaften schlichtweg unbekannt." Umso wichtiger sei es, dass die Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) zu Genossenschaftsbanken so positiv ausgefallen ist.

Nach wie vor ist die Volksbank Niederrhein unzufrieden mit ihrer Behandlung durch die EU. Auch sie wird indirekt seit 2014 von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt. Zudem muss die Volksbank in einen europäischen Bankenabwicklungsfonds für systemrelevante Institute einzahlen - obwohl sie selbst nicht zu dieser Kategorie zählt. Ganz besonders schmerzt die erfolgreiche Regionalbank aber, dass sie seit der Finanzkrise eine Fülle neuer Meldepflichten zu erfüllen hat, die Banken ihrer Größe um ein Vielfaches mehr belasten als Großbanken. Guido Lohmann: "Dabei waren eben nicht wir die Verursacher der Finanzmarktkrise, sondern haben im Gegenteil einen wichtigen und wertvollen Beitrag zu ihrer Beseitigung geleistet. Gut, dass das in der Europäischen Union die ersten Verantwortlichen genauso sehen."

Quelle: RP
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