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Rheinberg
Logistiker für Solvay-Park im Anmarsch

Rheinberg: Logistiker für Solvay-Park im Anmarsch
Das Solvay-Gelände. FOTO: Archiv
Rheinberg. Noch in diesem Monat wird die Baustelle eingerichtet. Im August soll's fertig sein. Angekündigt ist ein namhafter Mieter. Von Bernfried Paus

Mitte März beginnt die Baustelleneinrichtung für das Logistik-Zentrum von LogProject Development auf dem Gelände des Industrieparks Solvay in Rheinberg (RP berichtete ausführlich). Wie LogProject Development gestern mitteilte, wird für die Anlieferung von Containern und Baumaschinen zur Errichtung einer Baustraße die Solvay-Straße genutzt. Der eigentliche Baustellenverkehr wird dann voraussichtlich ab Ende März über die Saalhoffer Straße erfolgen.

Die Pläne hatte Maik C. Bettentrup, geschäftsführender Gesellschafter der Langenfelder LogProject GmbH Mitte November im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt. Der Projektentwickler und Investor errichtet auf dem rund 75.000 Quadratmeter großen Grundstück südlich der Zollstraße/Saalhoffer Straße ein rund 31.500 Quadratmeter großes Logistik-Zentrum. Das Investitionsvolumen soll nach Angaben von Bettentrup über 20 Millionen Euro liegen.

Das Logistik-Unternehmen, das als Mieter einziehen wird, möchte Bettentrup "aus vertraglichen festgelegten Gründen" noch nicht nennen. Aber es werde ein durchaus namhaftes Unternehmen sein, das zu gegebener Zeit selbst bekannt geben werden, dass es in den Solvay-Industriepark einzieht. An diesem Standort sollen rund 100 Mitarbeiter beschäftigt werden. Unabhängig von der Frage, ob Gewerbesteuer gezahlt wird, bringe das gut eine halbe Million Euro an Lohn- und Einkommenssteueranteilen in die leere Stadtkasse, rechnet der Investor vor. Die Immobilie selber werde als Lager für Ersatzteile genutzt.

"Wir freuen uns auf den Standort im Industriepark Solvay in Rheinberg und die damit verbundenen langfristigen Geschäftsbeziehungen mit Solvay", sagt LogProject Development Geschäftsführer Bettentrup. "Wir profitieren von den Synergie-Effekten wie beispielsweise von der Werksfeuerwehr, die in wenigen Minuten vor Ort ist und ebenso für Brandschutz-Inspektionen und Wartungen zur Verfügung steht." Das mache sich, auf längere Sicht betrachtet, enorm bezahlt. "Diese Synergien sind für uns als Investor genauso interessant wie für den künftigen Mieter", so Bettentrup. Er sprach von "recht überzeugenden Argumenten in der betriebswirtschaftlichen Rechnung".

LogProject Development hat das Logistik-Zentrum und die umgebenden Flächen so geplant, dass es mit rund 27.000 Quadratmetern einen doppelt so großen Grünflächen-Anteil hat, wie gesetzlich gefordert. "Wir haben den Menschen in der Nachbarschaft gut zugehört und das Grundstück zu zugeschnitten, dass der hohe Grünanteil möglich ist", so der Geschäftsführer.

Auch beim Verkehrskonzept habe man Anregungen der Nachbarn ernst genommen, so Bettentrup: "Wir haben intensiv nach einem Mieter recherchiert, der zum Standort passt, und diesen gefunden." Es werde weniger Verkehrsaufkommen geben als bei einem Logistik-Zentrum dieser Größe üblich. Die Lkw erreichen das Logistikzentrum von der Zollstraße (K 14) aus. Um zu verhindern, dass sie über Millingen fahren, wird die Zufahrtsstraße in einem spitzen Winkel in die Zollstraße münden. So sei es für 40-Tonner technisch nur möglich, Richtung Solvay-Kreuzung zu fahren. Das Zentrum soll Ende August, eventuell auch früher, fertig sein.

Quelle: RP
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