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Rheinberg
Märchen und Musik für junges Caritas-Publikum

Rheinberg. Markus Grimm und Patrick Huven begeisterten gestern beim Ferienprogramm des Familiendienstes der Caritas. Von Hannes Wunder und Richard Diesing

Die Kinder hören begeistert zu. Markus Grimm singt und erzählt Märchen, Patrick Huven begleitet ihn mit der Gitarre. Ihr Publikum sind geistig und körperlich behinderte Kinder, die am Ferienprogramm des Familienunterstützenden Dienstes (FUD) der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein teilnehmen. Der Auftritt der beiden Musiker ist ein Höhepunkt in der Mitte des dreiwöchigen Programms.

Grimm, einer der Sieger der Popstars-Staffel 2004 und ein echter Nachfahr' der Gebrüder Grimm, freut sich: "Das ist das dankbarste Publikum, das man haben kann. Entweder sie feiern dich oder buhen dich raus." Und die Kinder feiern die beiden. Nach jedem Märchen, unter anderem so bekannte Geschichten wie Rumpelstilzchen oder Rotkäppchen, folgt ein Lied. Schon nach dem ersten Song schreien die ersten Kinder und Jugendlichen "Zugabe!" Grimm holt Kinder auf die Bühne und macht Fotos mit den jungen Zuschauern. Er selbst arbeite nicht nur mit Kindern, erzählt er im Gespräch mit der RP, schreibe Songtexte für Musicals und arbeite unter anderem auch als Autor. Huven arbeitet mit Kindern mit geistiger und körperlicher Behinderung. Außerdem macht er ,Eins-zu-eins-Betreuung' für Menschen mit Autismus. Einige der Kinder kennen ihn schon. Schon am Anfang des Auftritts erkennt Huven viele bekannte Gesichter.

Grimm kommt aus Moers, Huven aus Orsoy. Im Jugendzentrum Zuff hat in den 90ern alles angefangen. "Das war einer der ersten Orte, wo man als junge Band hier in der Ecke gespielt hat", so Markus Grimm. Das Highlight war für ihn neben der Musik das Grillen. Schon während des Auftritts schaut er immer wieder zum Rost, guckt, ob die Würstchen schon fertig sind, und ermuntert die Zuschauer, für den jungen Mann am Grill zu klatschen.

Nach zwei Stunden geht der Auftritt zu Ende. Beide Musiker können sich vorstellen, solche Vorstellungen öfter zu machen. Grimm: "Das war das erste Mal, dass eine Anfrage in dieser Richtung kam. Aber warum sollte man das nicht machen?"

Quelle: RP
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