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Rheinberg
MAP-Festival wieder am Pulverturm

Rheinberg: MAP-Festival wieder am Pulverturm
Hannes, Matilda und Filippa (von links) haben schon mal auf dem roten MAP-Sofa vor dem Pulverturm Platz genommen und freuen sich auf das Festival. FOTO: privat
Rheinberg. Die Ausgabe Nummer 15 steigt vom 18. bis zum 23. August in der Rheinberger Innenstadt. Die Kunstaktion "Studio Artlon" und der Poetry-Slam-Abend gehen erstmals im alten van-Gember-Lagerhaus an der Kaiserstege über die Bühne. Von Uwe Plien

Neue Ideen in alten Gemäuern - das könnte eine Überschrift sein für das mittlerweile 15. MAP-Festival. Das "Music Art Project" findet in diesem Jahr vom 18. bis zum 23. August statt. Wieder in der Rheinberger Innenstadt, aber erstmals an komplett anderen Spielorten als in der Anfangszeit. Das Programm fand in den ersten Jahren auf dem Marktplatz, in und vor der Stadthalle und im Pfarrgarten von St. Peter statt, später kamen das Jugendzentrum Zuff und die alte van-Gember-Villa an der Orsoyer Straße hinzu.

Nun läuft die Musik - wie erstmals 2013 - komplett am Pulverturm, für alles andere steht das alte van-Gember-Lagerhaus (ehemals Fitnessstudio Hochstein) zwischen Kaiserstege und Parkplatz Kattewall zur Verfügung. Eine neue Herausforderung also für die Veranstalter, die den Kraftakt "MAP" zu 100 Prozent ehrenamtlich bewältigen.

Auch diesmal fiebern viele, viele Rheinberger dem Auftritt der Band entgegen, die das MAP-Festival vor 14 Jahren für sich selbst erfand: der "Zauberlehrling" steht am Samstag, 23. August, um Punkt 22 Uhr auf der Bühne am Pulverturm und lässt die Rock'n'Roll-Axt kreisen. Ganz gleich, ob es dann regnet, schneit oder die Sonne brennt: Der Platz vor der Bühne wird schwarz vor Menschen sein. Schon viel früher werden andere Musiker am Samstag die Bühne bevölkern, und auch am Freitag steht das Pulverturm-Areal im Zeichen guter Musik.

Der MAP-Auftakt wird am Montag, 18. August, sein. "Einen Vortrag oder einen Film wie in den Vorjahren wird es diesmal nicht geben", beschreibt Marco Kutz vom Veranstalterteam. "Stattdessen gibt es eine Einzugsparty in das ehemalige Fitnessttudio." Dort wird diesmal die MAP-Kunstaktion stattfinden. Nach dem "Hotel Artlon" und der "Galerie Artlon" wird nun also im "Studio Artlon" gesprüht, gemalt und gestaltet. Marco Kutz: "Die van-Gember-Villa können wir nicht mehr nutzen, weil sie baufällig ist." Dankbar sind die MAP-Leute Unternehmer Franz-Walter Aumund, der mit dem alten Lagerhaus wieder eine seiner Immobilien zur Verfügung stellt. "Hier können wir erstmals eine alte Idee verwirklichen: Eine Woche lang hat Rheinberg ein Kulturzentrum, in dem verschiedene Veranstaltungen laufen, indem es Begegnungen und kulturellen Austausch gibt."

So werden wieder die Streetart-Künstler aus Spanien anreisen und gemeinsam mit deutschen Kollegen und die Räume im Speicherhaus mit Kunst füllen. "Neu für die Beteiligten ist, dass sie sich zu Kollektiven zusammenschließen müssen, weil die Räume sehr groß sind", sagt MAP-Vorsitzender Phillip Rott. Das Thema lautet diesmal "Freaktown". Im alten Lagerhaus wird erstmals auch der Poetry-Slam-Abend (am Dienstag, 19. August) über die Bühne gehen. Ganz nebenbei, so sagt Marco Kutz, weist das MAP mit seiner Kunstaktion auf leerstehende Häuser im Stadtgebiet hin.

Quelle: RP
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