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Rheinberg
Markus Barth - der pointierte Alltagsbeobachter

Rheinberg. Markus Barth heißt der Mann mit markantem Kopf und kariertem Hemd, der erstmals das Rheinberger Publikum mit seinen Beobachtungen über Gott und die Welt in gute Laune versetzt.

Es sind Protestanten, Katholiken, den Papst und Salafisten, die er aufs Korn nimmt. Er wundert sich laut über viele Dinge, zumal er sechs Monate unterwegs war und nun schon wieder in die Kabarettsaison startet. "Da fallen einem Dinge auf, die ich vorher gar nicht gesehen habe", erklärt der Wahlkölner. Und schon ist er im Plaudermodus, erklärt, dass er die niederländische Sprache erlernt und ihn Begriffe wie "Knüffeltier" für "Kuscheltier" total begeistern. Niederländisch sei wie ein "Lallen ohne Alkohol".

"Sagt wer", nennt er sein aktuelles Programm. Schnell hat er auch das Publikum mit im Boot, fragt Inga aus der ersten Reihe, wie es mit dem Studium läuft, und plaudert mit einer Niederländerin. Dann kommt schon das nächste Thema, die E-Zigarette und die Schockbilder auf den Zigarettenpackungen. Eigentlich müsste es für diese Bilder auch Panini-Hefte zum Sammeln und Tauschen geben, so seine Meinung, bevor er zur Homo-Ehe überleitet.

Barth ist schwul. "Wer gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften was hat, der sollte sich sein Mammutfell aus der Garderobe holen und sich auf seinen Tyrannosaurus Rex setzen und nach Hause reiten", so sein Tipp. Frauen mag er auch, denn "sie sind die besseren Menschen", so der Comedian. Kritisch wird er in puncto Klischee und Nachfragen bei einer Verpartnerung. Der Klassiker - wer denn die Frau sei. "Ich frage auch nicht in einem China-Restaurant, welches der Essstäbchen die Gabel ist."

Als Vielbahnfahrer amüsiert er sich über Handy-Gespräche im ICE, vor allem wenn sie bei schlechter Verbindung laut geführt werden. Die führt er dann als Mitreisender weiter. Ausgiebig widmet er sich den Bahngästen, wenn sie Leberwurst- und Vollkornbrote essen. Das Publikum erfährt, dass Barth gebürtiger Bamberger ist, wo "Fachwerk, Frohsinn, Frankenwein" und seine Eltern zu Hause sind.

Seit Jahren tourt er auf deutschen Bühnen und gibt pointiert seine Alltagsbeobachtungen zum Besten, ist schlagfertig und bietet seinem Publikum die andere Seite der Medaille, die durchaus Tiefgang zu bieten hat. In Köln arbeitet er als Autor für Sendungen wie Wochenshow, Ladykracher und andere Kabarettisten.

(sabi)
 
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