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Alpen
Massiver Neubau soll Containerunterkunft ersetzen

Alpen. Bürgermeister Thomas Ahls schlägt dem Rat vor, die Container an der Ulrichstraße, in denen seit fast 25 Jahren Asylbewerber untergebracht sind, durch Unterkünfte in massiver Bauweise zu ersetzen. Doch zunächst muss dazu der Flächennutzungsplan geändert werden. Das geht aus der Beratungsvorlage für den Bauausschuss hervor, der sich mit dem Thema in seiner Sitzung am Dienstag, 17. November, 17 Uhr, befasst.

Während die Bauaufsicht des Kreises die Ausweisung einer Fläche für Gemeindebedarf mit der Zweckbindung "Einrichtung für soziale Zwecke" vorschlägt, regt der für die Landesplanung zuständige Regionalverband Ruhr (RVR) an, ein Sondergebiet auszuweisen, das den Bedarf der Kommune an Unterkünften für Flüchtlinge deckt. Dieses kleinflächige Planerfordernis macht trotzdem eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans erforderlich. Anregungen sind dann nur auf die betroffene Fläche an der Ulrichstraße beschränkt. Alle anderen Festsetzungen bleiben davon unberührt.

Die Container stehen mit mehrfach verlängerter Ausnahmeregelung auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Gebäude sind nach Angaben der Verwaltung in einem kaum noch zumutbaren Zustand. "Energetische Mängel und das Fehlen einer regelmäßigen Lüftung führen zu Schimmelbefall, genauso wie die Feuchtigkeitsschäden aufgrund fehlender Abdichtungen im Sanitärbereich sowie im Fußbodenaufbau", heißt es in der Zustandsbeschreibung. Eine Sanierung sei wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Auf den Standort Ulrichstraße könne man aufgrund des bekannten Drucks, weitere Flüchtlinge unterzubringen, nicht verzichten, so die Beratungsvorlage. Zumal sich der Standort in der Nähe zum Dorfkern "gut bewährt" habe.

(bp)
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