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Rheinberg
Mehr Geld für Pflege der Grünflächen

Rheinberg: Mehr Geld für Pflege der Grünflächen
Welid Salim vom DLB-Rheinteam ist einer von vielen Mitarbeitern, die sich um das Grün in Rheinberg kümmern. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Betriebsausschuss beschließt, den Überschuss des Dienstleistungsbetriebs in eine Verschönerung zu stecken. Von Erwin Kohl

Dass die Freude groß sein kann, wenn eine Prognose gründlich daneben liegt, zeigte sich bei der Sitzung des Betriebsausschusses der Stadt Rheinberg am vergangenen Dienstag. Denn statt des für den Jahresabschluss 2016 vorausgesagten Fehlbetrages in Höhe von rund 150.000 Euro darf der Dienstleistungsbetrieb nun mit einem Überschuss von 103.000 Euro planen. "Viele Flüchtlinge haben tatkräftig bei der Grünpflege mitgeholfen, das hat maßgeblich zum positiven Gesamtergebnis beigetragen", erklärte Rosemarie Kaltenbach einen Grund. Die Betriebsleiterin hatte dem Gremium vorgeschlagen, den Überschuss in die Allgemeine Rücklage einzustellen.

Bei der CDU stieg dieser Vorschlag auf Ablehnung. Benedikt Durben forderte eine zweckgebundene Verwendung des Geldes: "Statt das Eigenkapital zu stärken, sollten wir den Überschuss in 2017 und 2018 dazu verwenden, die Mängel in der Grünpflege zu beseitigen." Josef Devers verwies darauf, dass der DLB bereits im vergangenen Jahr deutlich mehr in die Grünpflege investiert hat, als von der Stadt Rheinberg bezahlt wurde. "Aber um all das umzusetzen, was nötig ist, um die Stadt wieder ansehnlich zu machen, brauchen wir diese Mittel", heißt es. Dass der Ausschuss dem Vorschlag einstimmig zustimmte, lag auch an dem zu erwartenden guten Ergebnis in diesem Jahr. Bereits nach dem ersten Quartal liegt der Gewinn mit 77.473 Euro deutlich über dem Soll von Minus 3200 Euro.

Deutlich weniger Freude machte ein Blick in die Abfallstatistik des vergangenen Jahres. Bei Rest- und Biomüll, Papier und Glas bewegt sich das Aufkommen der Rheinberger in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. "Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die Zahlen stagnieren. Einen Ansatz, etwas zu unternehmen, sehe ich vor allem in der Reichelsiedlung. Das Erscheinungsbild unserer Stadt ist in diesem Bereich erschreckend schlimm", sagte Josef Devers. Erste Ansätze seien auf den Weg gebracht worden, so Kaltenbach: "Der Sozialausschuss hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement einen Wohnungsscout einzustellen, der die Menschen dort zum Thema Mülltrennung beraten soll. Das ist dringend notwendig, denn mittlerweile werden Müllbehälter nicht mehr angeboten, weil sie stark verunreinigt oder zweckentfremdet werden." Vor allem die Entsorgung des Sperrmülls aus der Reichelsiedlung ist ein großes Problem für den DLB geworden.

"Die Sperrmüllberge wachsen dort über Nacht dramatisch an. Wir können den Müll aber niemandem zuordnen und so bleibt uns nichts anderes übrig, als ihn einzusammeln", berichtet die Betriebsleiterin. Wer sich ständig fragt, wann welcher Müll abgeholt wird, findet die Antwort darauf demnächst im Kalender seines Handys. Der Vorschlag der Grünen, den digitalen Abfallkalender nach Moerser Vorbild auch in Rheinberg einzuführen, stieß auf eine breite Zustimmung. Den klassischen Abfallkalender auf Papier wird es daneben aber weiterhin geben. "Das ist schon alleine aufgrund der Altersstrukturen in unserer Stadt nötig", sagte Josef Devers erläuternd.

Quelle: RP
 
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