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Alpen
Menzelen hofft weiter auf Edeka

Alpen. Bauausschuss befasst sich heute erneut mit den Planvoraussetzungen. Von Bernfried Paus

Die CDU betrachtet den Standort für den geplanten Bau des Edeka-Marktes an der Xantener Straße (B 57) / Neue Straße (K 22) in Menzelen als gesichert. Die Verkaufsfläche sei vom RVR inzwischen auf 1200 m2 festgeschrieben, berichtete Fraktionschef Günter Helbig kürzlich bei der CDU-Mitgliederversammlung. Heute steht planungsrechtlich der nächste Schritt auf der Tagesordnung im Ausschuss für Bau und Planung. Der wägt auf dem langen Weg, ein Sondergebiet für Einzelhandel im Flächennutzungsplan auszuweisen, die bei der erneuten Offenlage vorgetragenen Einwände ab.

Der RVR hat bei einer interfraktionellen Runde im Rathaus klar gemacht, für den geplanten Vollsortimenter nur eine Verkaufsfläche von maximal 1200 m2 zu erlauben. Ursprünglich waren 1800 m2 beabsichtigt. Das ist der Vorlage zu entnehmen. Die Gemeinde hatte sich vergeblich um mehr Fläche bemüht. Der RVR erlaubt nur ein Plus 250 m2 für Drogeriewaren. "Doch damit kann man keinen Drogeriemarkt nach Menzelen bewegen", sagte Investor Thomas Luft gestern.

Der RVR habe "als Bonbon" die Möglichkeit in Aussicht gestellt, Menzelen zum Siedlungsschwerpunkt zu machen, so die CDU. Das wäre vorm Hintergrund weitergehender Einzelhandelspläne nicht ganz unbedeutend. Durch zusätzliche Baugebiete, die dann möglich wären, würden sich die Berechnungsgrundlagen möglicherweise günstiger gestalten. Für einen Drogeriemarkt dürfte das am Ende trotzdem nicht reichen, so Luft. Eventuell aber werde ihm langfristig mehr Verkaufsfläche zugestanden.

Er halte den Standort Menzelen trotz der langwierigen Planung weiter für lukrativ, sagte der Kaufmann. Thomas Luft bestätigte die Aussage von Ortsvorsteher Edgar Giesen, der bei der CDU-Versammlung berichtet hatte, dass Luft weiter Interesse daran habe, den Standort Menzelen mit insgesamt 17.000 m2 Grundstück zu vermarkten. Aber alle Versuche, neben dem Markt weitere Angebote zu schaffen, seien bislang gescheitert, so der Kaufmann. Momentan prüfe er, ob es sich rechnet, mit dem Edeka-Markt als "Solitär" zu starten. Die Entscheidung werde vermutlich im Frühjahr fallen.

Die Sorge im Rheinberger Stadthaus, dass Edeka in Menzelen dem Markt im drei Kilometer entfernten in Borth Konkurrenz machen könnte, teilt Luft nicht. "Da die Märkte in Alpen, Borth und Menzelen in einer Hand sind, rechen sich alle Standorte", so Thomas Luft. "Edeka hat Interesse am Standort Borth."

Im Stadthaus ist man offenbar verschnupft darüber, dass Alpen "nicht frühzeitig von der Möglichkeit der interkommunalen Abstimmung Gebrauch gemacht hat". Alpens Bauabteilung spielt den Ball zurück. Rheinberg habe sich lange nicht geäußert. So sei man "von Nichtbetroffenheit ausgegangen".

Quelle: RP
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