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Rheinberg
Messe-Planung: SPD will möglichst viel für Anwohner erreichen

Rheinberg. Die SPD-Fraktion hatte sechs Vertreter der Bürgerinitiative Messegelände Annaberg (BIMA) zu einem Gespräch eingeladen. Man habe sich konstruktiv mit dem Thema auseinandergesetzt, sagte gestern Peter Tullius, Ratsherr und SPD-Ortsvereinsvorsitzender. Zur Erinnerung: Im Bau- und Planungsausschuss hatte die Langenfelder LogProject GmbH ihre Planung für ein Logistikzentrum, ergänzt um Hallen für Kleingewerbe, vorgestellt. Die Anwohner lehnten die Pläne in dieser Form entschieden ab (die RP berichtete). Von Uwe Plien

Der Eindruck von Peter Tullius nach dem Gespräch in dieser Woche: Die Bürgerinitiative - im Wesentlichen Anwohner des an das Messegelände angrenzenden Wohngebietes - sind nicht grundsätzlich gegen eine gewerbliche Nutzung, auch nicht gegen den Bau eines Logistikzentrums. "Aber", so der Politiker, "die Anwohner haben Befürchtungen, die die Verschattung, das Verkehrsaufkommen und den zu erwartenden Lärm angehen. Und das müssen und wollen wir ernstnehmen."

Insbesondere halte die Bürgerinitiative die in der vorgestellten Planung in Aussicht gestellten Abstände für nicht ausreichend. Ein entsprechender Erlass schreibe 300 Meter Abstand vor. Möglicherweise könne man bis auf 200 Meter heruntergehen, "aber weniger wohl nicht", so Tullius.

Wunsch der Bürgerinitiative sei es, auf dem Messeareal Wohnhäuser zu errichten. Ob das möglich sei, müsse geprüft werden. Die SPD hat Bedenken, wie Tullius ausführte - nicht zuletzt wegen der einzuhaltenden Abstände zu den benachbarten Unternehmen. Dabei gehe es um das Chemiewerk Inovyn (ehemals Solvay Werksteil West in Millingen) und das Aldi-Logistikzentrum.

Angefressen, das machte Tullius deutlich, sei die SPD-Fraktion angesichts der Haltung der Verwaltung: "Die Verwaltung kommt in den Ausschuss, legt uns vor, was ein möglicher Investor geplant hat, und lässt uns als Politiker ins Blaue diskutieren. Eine rechtliche Einschätzung, was möglich ist, gibt sie aber nicht. Das gefällt uns nicht." Die SPD ist der Auffassung, dass sich der Rat bei der Entwicklung des Messeareals nicht unter Druck setzen lassen dürfe: "Das muss vernünftig vorbereitet werden." Man werde nun ergebnisoffen planen. Tullius: "Dabei wollen wir möglichst viel für die betroffenen Anwohner herausholen."

Quelle: RP
 
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