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Alpen
Mit beherzter Hand für das Dorf Veen

Alpen: Mit beherzter Hand für das Dorf Veen
FOTO: arfi
Alpen. Der Förderverein Haus der Veener Geschichte hat eine Urkunde an Ehrenmitglied Anton Gietmann (79) überreicht. Von Heidrun Jasper

Das Haus der Veener Geschichte war für Anton Gietmann von Anfang an eine Herzensangelegenheit. Dafür ließ er sonntags auch schon 'mal die Suppe kalt werden, die Gattin Coletta Punkt 12 Uhr auftischt. Für seine großen Verdienste um das Heimatmuseum wurde der 79-Jährige auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins zum Ehrenmitglied ernannt (RP berichtete). In einer Feierstunde im Heimatmuseum überreichte ihm der Vorsitzende Wilhelm Jansen jetzt eine Urkunde, verbunden mit dem Wunsch, dass er "noch lange und bei verträglicher Gesundheit Freude haben an dem hat, was er alles geschaffen hat".

2007 hatte der Förderverein mit dem Haus der Veener Geschichte die neuen Räume im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus bezogen. Dr. Peter Jorrißen vom Landschaftsverband Rheinland hatte eine völlig neu gestaltete Dauerausstellung konzipiert, die sich auf wichtige Themen der Ortsgeschichte konzentriert. Thematisch nach sieben Abteilungen ordnete er die vielen Gegenstände, die exemplarisch zeigen, wie sich bäuerlicher Alltag und Handwerk im Dorf zwischen 1880 und 1950 entwickelten.

"Es ist nicht einfach, ihn zu ehren, da er bereits 2000 mit dem Bundesverdienstorden gewürdigt worden ist. In dieser Würdigung war bereits seine Sachkenntnis und Tatkraft über Jahre hinweg fürs Dorf enthalten", so Janßen in der Laudatio.

Anton Gietmann, der ein halbes Jahrhundert der St.-Nikolaus-Bruderschaft angehört und der "in Paradeuniform in Rom vom Papst den Segen bekommen hat", sei an vielen Dorf-Projekten immer federführend beteiligt gewesen, beispielsweise am Brunnen und bei der Fatima-Kapelle. Auch eins der vier Heiligenhäuschen steht auf dem Gietmann-Grundstück.

Das Heimatmuseum wäre ohne Anton Gietmann sicher nicht das, was es heute ist. Als "Motor der Erweiterungen" sei der er seit 2000 "stets einsatzbereit mit beherzter Hand und praktischen Ideen tatkräftig dabei" gewesen, so Willi Janßen. Und da der Platz für die ständig wachsenden Sammlungen nicht mehr reichte, musste gar ein Lager an die Grundschule und ans Haus der Veener Geschichte angebaut werden. "Auch das hat er verwirklicht", zollte Janßen dem Ehrenmitglied hohes Lob. Neben handwerklichen, baulichen und planerischen Tätigkeiten sei Gietmann auch für Führungen zuverlässig verfügbar und für Besucher stets ansprechbar. Schließlich habe er seine eigenen kulturellen Schätze vom Dorf wie Fotos und Filme ins Heimatmuseum gebracht.

Auch der Bürgermeister Thomas Ahls, Ortsvorsteher Dr. Michael van Beek und der gesamte Vorstand des Fördervereins Haus der Veener Geschichte, die bei der Feierstunde im kleinen Versammlungsraum dabei waren, hatten noch lebhaft in Erinnerung, wie Anton Gietmann einst beim NRW-Duell mit Kabarettist Bernd Stelter dem Publikum anschaulich ein besonderes Ausstellungsstück erklärte: "Das Ferkelkastriergerät". Das Duell wird Anton Gietmann wohl noch lange verfolgen.

Quelle: RP
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