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Rheinberg
Mit dem Fahrrad auf die Kulturinsel

Rheinberg: Mit dem Fahrrad auf die Kulturinsel
Die Kultourradler begannen ihre Rundfahrt auf dem Schulhof des Amplonius-Gymnasiums, wo zum Abschluss ein Paella-Essen stattfand. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Das Rheinberger Gymnasium hatte erstmals eine zehn Kilometer lange Rundfahrt durch die Stadt organisiert. Rund 120 Mitfahrer erlebten Musikbeiträge und literarische Genüsse an verschiedenen ungewöhnlichen Orten. Von Erwin Kohl

"Wir haben neben dem Schulfest nach einem weiteren Impuls für den Sommer gesucht. Wir wollten Kunst und Kultur zu einem Highlight verbinden", erklärt Marcus Padtberg, Leiter des Amplonius-Gymnasiums. Entstanden ist dabei die "1. Amplonianische Radkultour", eine Radwanderung mit gewissen Extras. Im Rahmen dieser außergewöhnlichen Fahrradtour mit einer Gesamtlänge von zehn Kilometern wurden unterschiedliche Orte in und um Rheinberg angefahren, an denen die Fachschaften Musik, Kunst und Literatur/Theater kleine Aufführungen vorbereitet hatten.

Seit November liefen die Vorbereitungen, wurden Texte einstudiert, Kunstwerke erstellt und Orchester-Auftritte geprobt. Am Ende hing dann alles am Wetter und das zeigte fast den ganzen Tag über sein regnerisches Gesicht. "Keine Sorge, es bleibt trocken. Das habe ich vom Agrarwetterdienst, und auf die Landwirte ist Verlass", sagte Padtberg scherzend bei der Begrüßung.

Die Teilnehmer schienen daran schon im Vorfeld keine Zweifel gehabt zu haben. Immerhin standen 120 Fahrräder auf dem Schulhof. Unter den Besitzern waren einige Schüler des Gymnasiums und noch mehr Eltern. "Meine Tochter wollte nicht mitfahren. Ich finde das Angebot sehr interessant. Da fahre ich halt ohne sie mit", sagt Martina Kumpf. Noch bevor es zum ersten Mal aufs Rad ging, stand mit der Aufführung des Schulorchesters ein erstes Ausrufezeichen auf dem Programm. Mit Klassikern wie Vangelis' "Conquest of Paradise" oder dem Coldplay-Hit "Viva la Vida" sorgten die Schüler der Musik AG für die richtige Einstimmung auf die abendliche Runde.

Die erste Etappe erfolgte allerdings zu Fuß zum Kult-Pool, dem ehemaligen Lehrschwimmbecken des Gymnasiums. Dort bot die Schwarzlicht Theater AG den 120 Besuchern ein humorvolles Musical mit dem schrägen Titel "MeerjungfrauenküsstmanbesserunterdemMeer # arme Seele in Not".

Dann ging es, bei überwiegend blauem Himmel, mit dem Rad zum Orsoyer Rheinknie. Am Rheindamm las Meike Nothers, Siegerin des Vorlese-Wettbewerbes der Jahrgangsstufe 6, aus dem Buch "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Passend zum Thema Wellness und Ferien folgte der Vortrag "Urlaub" - ein Beitrag von der Poetry Slam AG.

Dem Publikum gefielen die Kultureinlagen an ungewöhnlichen Orten. Initiator Ulrich Mader kann sich eine Neuauflage im kommenden Jahr durchaus vorstellen. "Wir probieren Sachen aus. Wenn es gut läuft, wiederholen wir es", sagte der Erprobungsstufenkoordinator. Vom Deich ging es ins Glashaus (Stadthaus), wo Max Döhr und Daniel Köllmann literarische Genüsse offerierten. Im Forum der Schule ließen Blockflöten AG, Schulchor und Rock AG den kulturellen Teil ausklingen. Dazu durfte eine sehenswerte Kunstausstellung von Schülern der Sekundarstufe II besichtigt werden. Ein Paella-Essen auf dem Schulhof mit zufriedenen Teilnehmern beendete die "1. Amplonianische Radkultour".

Quelle: RP
 
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