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Rheinberg
Mit dem Heimatverein in Reinhard Hugs Unterwelt

Rheinberg. 16 Kinder aus Rheinberg hatten in der Roßmühle an der Kamper Straße ein ganz besonderes Ferienerlebnis.

Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass sich der Heimatverein Herrlichkeit Ossenberg mit eigenen Angeboten am Rheinberger "Ferienkompass" beteiligt. Auch in diesem Jahr stand wieder ein spannender Erlebnistag in der Rheinberger Roßmühle unter der Leitung von Reinhard Hug auf dem Programm. Es spricht für den Heimatverein, dass die Veranstaltung schon kurz nach dem Meldebeginn für den Ferienkompass "ausverkauft" war, und einigen Kindern hatte es im vergangenen Jahr in der Roßmühle so gut gefallen, dass sie auch diesmal unbedingt mit dabei sein wollten.

Das Kinderangebot bot eine Phantasie-Reise, ging aber immer von realen Dingen aus. Das "unterirdische Rheinberg" wurde zunächst unter Bezugnahme auf das Bergbaumuseum Kamp-Lintfort auf seine Mineralien- und Fossiliensammlung untersucht. Bei Interesse bekam jedes Kind ein Leucht-Mikroskop zur Hand. Auch im weiteren Verlauf des Pfades waren es jeweils konkrete Dinge, an denen sich die Phantasie festmachte. Auch kleine naturwissenschaftliche Experimente wurden spielerisch geboten.

Den 16 Kindern aus Rheinberg war schon etwas mulmig zumute, als sie durch eine alte Holztruhe in das unterirdische Reich des Geistes von Rheinberg abtauchen durften. Hier gab es Geheimgänge, verborgene Türen, Zauberspiegel und alte Truhen mit unbekannten Inhalten, die nur ertastet werden durften. Urzeitliche Relikte, schummriges Kerzenlicht und unheimliche Geräusche sorgten dafür, dass es dem einen oder anderen nicht ganz wohl in seiner Haut war.

Hin und wieder verschwand auch schon mal auf geheimnisvolle Art und Weise ein Kind, um dann an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Zwischendurch durften die Kinder im Innenhof bei kühlen Getränken an einem kleinen Lagerfeuer noch ihr eigenes Stockbrot backen.

Der Heimatverein wird sich wohl auch in den kommenden Jahren mit einer Veranstaltung in der Roßmühle am Rheinberger Ferienkompass beteiligen, auch wenn die Einnahmen durch einen Selbstkostenbeitrag in Höhe von vier Euro die Ausgaben nur annähernd decken. "Aber das sollten uns die Kinder schon wert sein", ist die einhellige Meinung des Vorstandes.

Quelle: RP
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