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Rheinberg
Mit "Polen-Böller" Loch in die Eingangstür gesprengt

Rheinberg. Hildegard Lorkowski, Inhaberin der Lotto-Annahmestelle an der Gelderstraße, ist richtig sauer. Bereits in der Nacht auf Mittwoch vergangener Woche - es war ungefähr halb vier - haben Anwohner einen extrem lauten Knall gehört. "Da hat jemand versucht, mit einem sogenannten Polen-Böller unsere Eingangstür aufzusprengen", erzählt die Geschäftsfrau. "Wir haben am nächsten Tag noch Verpackungsreste dieser sehr lauten Knallkörper gefunden." Dem Täter oder den Tätern sei es nicht gelungen, die Eingangstür zu knacken, sie sei allerdings stark verkohlt gewesen. Auch sei im unteren Teil der Tür aus Aluminium ein Loch, der Briefkasten wurde abgerissen und weggeschleudert.

Hildegard Lorkowski: "Im Geschäft sind durch die Druckwelle Ständer und andere Dinge umgefallen." Die Geschäftsfrau erstattete Anzeige. Die Polizei sei vor Ort in ihrem Laden gewesen, habe Fotos gemacht und den Tatort untersucht.

Die Ladenbesitzerin kann nicht verstehen, warum die Polizei den Vorfall nicht bekannt gegeben hat.

Die Rheinische Post war von der Polizei nicht über den Vorfall informiert worden. "Warum wird nicht mehr über Einbrüche, versuchte Einbrüche, Diebstähle und versuchte Diebstähle in Rheinberg berichtet?", fragt sie. "Von den Nächten, in denen Geschäftsinhaber ihr verwüstetes Ladenlokal aufräumen und wieder instandsetzen müssen? Um die Bürger nicht zu verunsichern? Ich denke, das hat einen anderen Grund. Man sollte berichten, damit die Geschäftsinhaber wissen, was auf sie zukommt. Oder sind wir wieder in der Zeit angekommen, in der alles verheimlicht, beschönigt und verherrlicht wurde? Das hatten wir doch schon mal."

Die Rheinische Post hatte erst in der Ausgabe vom 20. Januar ein ausführliches Interview mit der Leiterin der Polizei-Pressestelle in Wesel zu diesem Thema geführt. Darin wurde gesagt, dass die Polizei Medien wie dem "Boten für Stadt und Land" nur eine Auswahl der passierten Unfälle, Einbrüche oder Körperverletzungen mitteilen könne.

(up)
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