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Alpen
Nachbarschaft an der Wiesenstraße hat Spielplatz aufgemöbelt

Alpen. Der Spielplatz an der Wiesenstraße gab zuletzt kein gutes Bild ab. Im Sand wucherte das Gras, Sträucher nahmen immer mehr Raum ein und zu allem Überfluss wurde er auch noch von den falschen Personen genutzt. "Wir mussten hier immer wieder Bierflaschen und anderen Unrat einsammeln", erklärt Daniel Bruns. Von Erwin Kohl

Der Grund für die zunehmende Verwahrlosung des 30 Jahre alten Spielplatzes: Die Siedlung aus den 50er Jahren war hoffnungslos überaltert. Kleine Kinder gab es kaum noch. Das hat sich aber in den letzten Jahren geändert, immer mehr junge Familien zogen neu zu oder übernahmen das Haus ihrer Eltern. "Die Siedlung fängt wieder an zu leben, und die Kinder brauchen einen ordentlichen Spielplatz", so Bruns.

Vor 18 Monaten haben er und Nachbar Sven Thiesies überlegt, wie sie das angehen können. Dabei erhielten sie unverhofft Amtshilfe, erinnert sich Daniel Bruns: "Ich habe im Rathaus nach einer Biotonne gefragt. Als man dort hörte, dass wir uns kümmern wollen, war die Gemeinde sofort hilfsbereit." Den beiden Initiatoren haben sich schnell fünf weitere Familien angeschlossen. Ein Dutzend Kinder wartete gespannt darauf, die neue Erlebnisstätte in Empfang zu nehmen.

Die Aufgabenteilung war schnell erledigt. Während die Gemeinde für frischen Sand, Zäune und einen Teil der Bepflanzung sorgte, übernimmt die Nachbarschaft künftig die Pflege. "Die Sträucher haben wir schon geschnitten, den Rasen mähen wir regelmäßig, und im Herbst treffen wir uns zum Laubsammeln", verspricht Bruns. Beim jüngsten Heckenschnitt tauchte auch der verlorene Abfallbehälter wie aus dem Nichts wieder auf.

Bei Kaffee und Kuchen haben die Anlieger den neuen Spielplatz jetzt eingeweiht. Die Wiesenstraße wurde bei der Feier für Laufrad- und Bobbycar-Rennen abgesichert. Mia Boßmann ist mit dem Spielplatz sehr zufrieden. Die Zweijährige spielt mit ihren Förmchen, während ihre Eltern es sich in der neuen Sitzgruppe bequem machen. "Die hat uns die de-Lattre-Stiftung spendiert", so André Boßmann. Eine Verbesserungsidee hat die Nachbarschaft noch. "Eine kleine Insel am Fahrbahnrand wäre schön. Besonders Lieferfahrzeuge fahren hier sehr dicht vorbei", so Daniel Bruns.

Quelle: RP
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