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Rheinberg
Neue Destillationskolonne spart Energie

Rheinberg. In der Anlage wird das für den Solvay-Soda-Prozess notwendige Ammoniak zurückgewonnen.

Solvay investiert 1,25 Millionen Euro in den Ersatz einer Destillationskolonne. Positiver Nebeneffekt: Der neue Apparat verringert den Energieverbrauch bei der Rückgewinnung von Ammoniak, einem wichtigen Hilfsstoff in der Soda-Produktion.

Fünf Destillationskolonnen gibt es in der Rheinberger Soda-Fabrik. Eine davon wird jetzt durch einen neuen 20 Meter hohen Edelstahlbehälter mit einem Durchmesser von 3,25 Metern und einem Gewicht von 38 Tonnen ersetzt. In Destillationskolonnen wird das für den Solvay-Soda-Prozess notwendige Ammoniak aus Flüssigkeiten zurückgewonnen. Es wird anschließend wieder für der Soda-Herstellung eingesetzt.

Der neue Apparat senkt den Energieverbrauch im Destillationsbereich um rund vier Prozent. Das Projekt ist Teil des 2013 bei Solvay gestarteten Effizienzprogramms "World Class Factory". Dabei wurden europaweit sämtliche Prozesse der Soda-Herstellung untersucht und Verbesserungen eingeleitet.

Die neue Kolonne wurde in zwei Teilen per Schwertransport angeliefert. Mit einem Raupen-Teleskopkran mit seinem 129 Meter langen Ausleger wird die Kolonne in zwei Teilen an ihren Bestimmungsort in der Soda-Fabrik gehoben. Anschließend verschweißen Mitarbeiter des österreichischen Herstellers die Teile. Die Montage- und Anschlussarbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende des Monats dauern. Der Betriebsstart ist für Anfang Oktober geplant.

Weitere Informationen zum Solvay-Soda-Prozess: www.solvay.de/de/standorte/rheinberg/wissenswertes/So-ensteht-Soda.html

Quelle: RP
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