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Rheinberg
Neue Kanäle für Wallach

Rheinberg. Im Rheinberger Ortsteil hat der Steinsalzbergbau seine Spuren hinterlassen. Derzeit wird die Rheinackerstraße saniert, außerdem bekommen Gathstraße und Salzstraße eine Frischzellenkur. Kosten: ca. zwei Millionen Euro. Von Uwe Plien

Die Kanalsanierung bzw. -erneuerung im Ortsteil Wallach ist in vollem Gange. Die Stadt Rheinberg betreibt gleich zwei Baustellen: an der Einmündung Wallacher Straße / Rheinacker Straße und im Bereich Gathstraße / Salzstraße. Die Schäden seien zu mehr als 90 Prozent auf den untertägigen Steinsalzabbau zurückführen, sagten Robert Braun, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt, und Projektleiter Andreas Wehrmeister, im RP-Gespräch.

Deshalb sei die Cavity GmbH auch in die Arbeiten eingebunden. Die Cavity regelt den Nachlass für Solvay und ist u.a. für die Schadensbeseitigung zuständig. Solvay hatte das Salzbergwerk betrieben, bis es von esco übernommen wurde.

Bis Ende des Jahres

Wer über die Wallacher Straße Richtung Ortsmitte fährt, registriert die verkehrliche Einschränkung an der Einmündung Rheinackerstraße. Dort ist bereits ein große, tiefe Baugrube ausgehoben, um den neuen Kanal an das bestehende Pumpwerk anzuschließen. "Von dort aus arbeitet sich die beauftragte Firma Loock aus Kleve nach und nach durch die Rheinackerstraße", berichtet Wehrmeister. Die Straße wird aufgerissen, um die neuen, bereits angelieferten Kanalrohre verlegen zu können. Ende des Jahres soll dieser Abschnitt fertig sein.

Die Wallacher Straße ist derzeit an diesem Punkt nur einspurig befahrbar. "Aber wir gehen davon aus, dass die Kreuzung in zwei Wochen wieder vollständig hergestellt sein wird", so der Projektleiter.

Parallel wird an Salz- und Gathstraße gearbeitet. "Dort haben wir durch die Einwirkungen des Salzbergbaus ein Kontergefälle im Kanal", so Braun. Deshalb muss der alte Kanal raus und der neue rein. Der wird dann ein "Vorratsgefälle" Richtung B 58 bekommen, damit sich die Fließrichtung nicht in wenigen Jahren wieder umgekehrt.

Regenwasserversickerungsschacht

Mit den eigentlichen Kanalarbeiten wird erst im Juni begonnen, denn zuvor müssen ein Regenwasserversickerungsschacht und ein neues Pumpwerk gebaut werden. "Erst danach beginnen wir von Niederwallach aus", erklärt der Projektleiter. Robert Braun rechnet damit, dass die Baumaßnahme Anfang 2013 abgeschlossen sein wird.

Mit den beiden Abschnitten ist die Schadensregulierung nicht beendet. Im Anschluss wird sich die Stadt zunächst nach Borth orientieren. Robert Braun: "Im nördlichen Bereich, z.B. an der Finkenstraße, haben wir ebenfalls Probleme. Dort muss der Kanal schon ca. alle zwei Wochen gespült werden."

Danach ist wieder Wallach an der Reihe – im Straßendreieck Schwarzer Weg/Barbarastraße muss der Kanal ebenfalls erneuert werden. Auch dort ist der Salzabbau die Ursache für die Schäden.

(RP/rl)
 
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