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Alpen
Neue Straße für das Baugebiet Ost

Alpen: Neue Straße für das Baugebiet Ost
Endspurt für die neue Tangente. Am 1. Juni waren die Tiefbauer an den Start gegangen, um das Baugebiet Alpen-Ost mit gut 100 Neubaugrundstücken zu erschließen. 5790 Meter Kanal wurden verlegt, 665 Meter ist die sieben Meter breite Fahrbahn lang. FOTO: Armin Fischer (arfi)
Alpen. Ost-Tangente in Alpen rechtzeitig fertig: Zu Jahresbeginn ist wegen Brückenschlags über Alpsche Ley Burgstraße dicht. Von Bernfried Paus

Warmer Nebel stieg auf, süßlich-herber Geruch von frischen Asphalt lag in der Dezember-Luft. Große Maschinen breiteten die abschließende Decke aus, die von schweren Walzen glatt gezogen wurde das Projekt Ost-Tangente, die die von-Dornik-Straße bis zur Weseler Straße verlängert, ist kurz vor dem Zieleinlauf. Am Freitag, 18. Dezember, beginnt für den Trupp der Bauunternehmung Fonteyne aus Geldern der Weihnachtsurlaub. Just in time. "Es hat alles wunderbar geklappt und lief wie am Schnürchen", sagt Walter Adams, Fachbereichsleiter fürs Bauen im Rathaus.

Anders wär' auch schlecht gewesen. Ohne den Bypass hätte dem Dorf erneut der Verkehrsinfarkt gedroht. Denn mit dem neuen Jahr will die Lineg weitermachen mit ihrer Baustelle zur Offenlegung der Alpschen Ley. Für den neuen Brückenschlag muss die Burgstraße rund drei Monate lang dichtgemacht werden. Damit erlebt die neue Trasse gleich ihren Härtetest als innerörtliche Umgehung.

Am 1. Juni waren die Tiefbauer an den Start gegangen, das Baugebiet Alpen-Ost mit gut 100 Neubaugrundstücken zu erschließen. 5790 Meter Kanal wurden verlegt, 5200 Quadratmeter Asphalt für die 665 Meter lange und sieben Meter breite Fahrbahn. 2000 Quadratmeter rote Pflastersteine wurden verlegt für den Geh- und Radweg an der Ostseite. Nach Westen fällt die Straße ein wenig ab, so dass Regenwasser abfließt und in Mulden versickert. Auch hier an der Einmündung Weseler Straße war die Alpsche Ley ein Thema. Der Durchlass für das Gewässer musste unterhalb der Straße um 20 Meter verlängert werden. Doch viel schwieriger war die Verlegung der Druckleitung an der Bahnlinie, die sämtliche Abwässer der Gemeinde von der Pumpanlage am Marienstift zum Klärwerk nach Ossenberg weiterleitet. Ein nur 42 Meter langer Schritt zwar, aber technisch und logistisch höchst aufwendig, weil unterschiedliche Qualifikationen ineinandergreifen mussten. Hier durfte es zu keiner Verzögerung kommen. Die Fracht kann nicht beliebig lange gestaut werden. Aber auch dieser heikle Job lief wie am Schnürchen. Inzwischen stehen auch die 31 Laternenmasten - nur die Leuchtköpfe - in energiesparender LED-Technik - fehlen noch.

Auch für das Grundstück für das neue Feuerwehrgerätehaus in Nachbarschaft zum Fitnessstudio Enjoy liegen sämtliche Leitungen. Hier fehlen noch ein paar politische Beschlüsse. Im nächsten Jahr könnte es aber losgehen. Es gibt bereits mehrere Entwürfe. Und Walter Adams hat bereits einen Favoriten: "Es wird was richtig Gutes, angemessen für so ein wichtiges Ehrenamt." In der Straße liegen Nahwärmeleitungen für Wasser, dass mit überschüssiger Energie des mit Biogas befeuerten Blockheizkraftwerkes aufgeheizt wird. Und das Baugebiet bekommt einen direkten Anschluss an die Datenautobahn. Breitband kommt direkt an die Tür der Häuslebauer- ein gewaltiger Schritt. Mit der Vermarktung der Grundstücke in den Wohnquartieren soll in Kürze begonnen werden. Mitte des Jahres könnten die ersten Kellergruben ausgehoben werden, denkt Adams. Dann fließt wieder Geld in die nicht mehr so prall gefüllte Kasse von Kämmerein Nancy Möller. Denn die Grundstücke gehören der Gemeinde, die sich die Tangente 1,3 Millionen Euro hat kosten lassen. Der Gewinn wird aber ein wenig geschmälert. Denn unerwartete archäologische Funde mussten gesichert werden. Zeit gekostet haben die wissenschaftlichen Grabungen nicht - aber Geld gekostet haben sie: einen sechsstelligen Betrag. Wenn die 31 Laternen sparsam leuchten, wird das vielleicht bald vergessen sein.

Quelle: RP
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