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Rheinberg
Neuer Betrieb zum Firmengeburtstag

Rheinberg: Neuer Betrieb zum Firmengeburtstag
Inhaber Heinz-Dieter Knop (rechts) und sein Sohn André vor den neuen Firmengebäuden an der Römerstraße am Annaberg. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Heinz-Dieter Knop hat seinen Steinmetzbetrieb, den es seit 1950 gibt, jetzt an der Römerstraße am Annaberg. Von Nicole Maibusch

Pünktlich zum 65-jährigen Firmenbestehen feiert Heinz-Dieter Knop auch den Umzug seines Betriebes auf das neue Betriebsgelände an der Römerstraße 81.

Vor zwei Jahren hatte der 61-jährige Steinmetz- und Steinbildhauermeister das etwa 2000 Quadratmeter große Grundstück im Dreieck zwischen Römer- und Annastraße in Erbpacht übernommen. Das darauf befindliche Gebäude - früher auch als Pastorat genutzt - hat Knop gekauft und kernsaniert. Im errichteten Anbau ans Haus wurde ein Büro eingerichtet, eine 250 Quadratmeter große Werkstatthalle sowie Garagen komplettieren die moderne Betriebsstätte. Rund eineinhalb Jahre Arbeit hat Heinz-Dieter Knop hier investiert. Mit allen Problemen, die während der Bauphase zutage traten, sei das ein echter Kraftakt gewesen, gibt der Handwerksmeister ehrlich zu.

Wenn es allerdings nach ihm gegangen wäre, hätte er sich mit seinem Betrieb schon längst hier angesiedelt. Bereits vor 20 Jahren hatte der Rheinberger ein Auge auf das Grundstück geworfen. "Unser Betriebsgelände an der Groten Gert, wo wir seit 1974 gearbeitet haben, war eigentlich damals schon zu klein", sagt Knop. Zu klein waren Büro und Ausstellungsfläche. Seinerzeit konnte sich der Unternehmer aber nicht mit der Kirche als Eigentümerin des Grundstücks an der Römerstraße 81 einigen.

Jetzt ist er froh, Bau, Umbau und Umzug hinter sich zu haben. "Wir haben jetzt wesentlich mehr Möglichkeiten, unsere Steine adäquat zu präsentieren", freut sich Knop über das große Gelände. Mit seinem Unternehmen hat er sich vor allem auf die Fertigung von Grabmalen spezialisiert. Darüber hinaus stellt er auch Gartenplastiken und Steinleuchten her.

Heinz-Dieter Knop wurde die Liebe zum Naturmaterial Stein schon in die Wiege gelegt; er übt dieses Handwerk bereits in vierter Generation aus. Sein Urgroßvater war Steinmetz, sein Opa hatte einen Steinmetzbetrieb bei Dortmund und auch sein Vater Robert Knop lernte diesen Beruf.

"Mein Vater kam in den Kriegswirren 1944/1945 nach Rheinberg, hat - nach der Meisterprüfung - 1950 seinen Betrieb an der Beguinenstraße eröffnet", erzählt Heinz-Dieter Knop, der schon als Kind im Garten gesessen und mit Steinchen gespielt hat. 1974 erfolgte dann der Umzug an die Grote Gert.

Heinz-Dieter Knop begann im Jahre 1968 seine Ausbildung im elterlichen Betrieb, sattelte mit 23 Jahren die Meisterprüfung auf. "Ich war damals der jüngste Bundesinnungsmeister und durfte noch keine Lehrlinge ausbilden", berichtet Heinz-Dieter Knop. Diese "Lizenz" erhielt man damals erst mit 24 Jahren.

25 Jahre war Knop im elterlichen Betrieb angestellt, den er 1990 schließlich von Vater Robert übernahm. Seit 2010 ist mit Sohn André schon die fünfte Steinmetz-Generation im Betrieb aktiv. "Und eine mögliche sechste Generation gibt es auch schon", sagt André Knop. Er ist frisch gebackener Vater, vor acht Wochen wurde Sohn Moritz geboren.

Quelle: RP
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