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Alpen
Neuer Bürgerbus mit Rampe geht auf die Strecke

Alpen. Die Bürgerbuslinie gilt in Alpen als Erfolgsmodell, und das seit 15 Jahren. Am Samstag nahm das mittlerweile vierte Gefährt offiziell seine Dienste auf. Der bisherige Bürgerbus hatte nach fünf Jahren Einsatzzeit stolze 370 000 Kilometer auf dem Tacho und wurde daher abgelöst. "Allzeit gute Fahrt" für den neuen Bürgerbus wünschten Pastor Dr. Hartmut Becks und Pastor Georg Ziglinniki bei der Einweihungszeremonie. Von Sabine Hannemann

Geladen waren dazu ebenfalls die Alpener wie auch die befreundeten Bürgerbusvereine aus den benachbarten Kommunen. Jan Höpfner, Vorsitzender des Bürgerbusvereins in Alpen, zog eine positive Bilanz der bisherigen ehrenamtlichen Arbeit.

Nach dem Start des ersten Bürgerbusses wurden bis jetzt mehr als 179 500 Personen in den 15 Jahren unfallfrei befördert. Im aktuellen Geschäftsjahr haben bereits bis Ende Oktober 10 000 Menschen den Bürgerbus genutzt, um auf der Strecke Alpen, Bönninghardt, Veen und Xanten Krankenhaus ihre Zielorte zu erreichen. Das bedeutet auch einen riesigen Verschleiß am Material. "Täglich fährt der Bürgerbus 250 Kilometer zwischen Alpen und dem Krankenhaus Xanten", betonte Jan Höpfner.

Mit dem neuen Fahrzeug kommen den Fahrgästen auch einige spürbare Verbesserungen zugute. Der Bus ist in der aktuellen Ausführung noch komfortabler. Wichtig ist, dass nun auch Rollstuhlfahrer das Fahrangebot dank einer ausklappbaren Rampe bequem nutzen können. Der Einstieg ist zudem niedrig gehalten, so dass Menschen mit und ohne Handicap den Bus leichter und ohne große Stufe betreten können. "Ich denke, so sind wir für die Zukunft gut aufgestellt", stellte Höpfner fest.

Das Konzept Bürgerbus funktioniere allerdings nur so gut, weil sich in Alpen immer wieder Menschen im Ehrenamt bereiterklären, sich ans Lenkrad des Bürgerbusses zu setzen. Derzeit verfügt der Fahrerstamm über 37 Aktive, die den täglichen Dienstplan stemmen. "Wir sind aber weiter auf der Suche nach neuen Fahrerinnen und Fahrern. Der normale Führerschein der Klasse 3 reicht aus", sagte Jan Höpfner. Nicht mehr als vier Stunden Zeit investiert jeder der ehrenamtlichen Fahrer im Monat.

Für Bürgermeister Thomas Ahls bot die kleine Einweihungsfeier an der Gaststätte "Zum Dahlacker" auch die Möglichkeit, sich beim Fahrerstamm für die geleistete Arbeit zu bedanken. Der Bürgerbus sei mit den angesteuerten Zielen für die Alpener wichtig und bedeute ein hohes Maß an Mobilität im Alltag. "Die Zahlen zeigen uns, wie gut die Bürgerbuslinie genutzt wird", sagte Ahls, der versprach, dass eines der ersten Ehrenämter nach seiner Dienstzeit im Rathaus der Bürgerbus sein werde. Im Anschluss tauschten sich die Mitglieder der verschiedenen Bürgerbusvereine bei Kaffee und Kuchen aus. Land und Kreis Wesel haben die Anschaffung des Bürgerbusses finanziert.

Quelle: RP
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