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Alpen
Neuer Notfallwagen mit vielen Extras an Bord

Alpen: Neuer Notfallwagen mit vielen Extras an Bord
DRK-Ortsvereinsvorsitzender Rüdiger Kunst übergibt der verantwortlichen Ärztin Anne Rüller die Fahrzeugschlüssel. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Der alte Rettungswagen ist ausgebrannt. Nun hat der DRK-Ortsverband Alpen das Nachfolgemodell übernommen. 100.000 Euro hat's gekostet. Von Sassan Dastkutah

Das Deutsche Rote Kreuz Ortsverein Alpen hat ein neues Fahrzeug in seinem Fuhrpark. Die ehrenamtlichen Lebensretter haben einen nagelneuen Krankenwagen übernommen, der jetzt von Pfarrer Dr. Hartmut Becks von der Evangelischen Kirchengemeinde und von Ludger Funke, Diakon der katholischen Pfarrgemeinde St. Ulrich, in der DRK-Wache eingesegnet worden ist.

Dass der DRK-Ortsverein Alpen ein neues Fahrzeug brauchte, hat einen besonderen Grund: Der alte Krankenwagen war nach einem Einsatz abgebrannt, wie André Schulz, Schriftführer des DRK-Ortsvereins schilderte. "Es kam bei einer Fahrt zu einem technischen Defekt. In der Folge hatte es angefangen zu qualmen", beschrieb der DRKler. Die beiden Einsatzkräfte hatten sich glücklicherweise retten können, konnten geistesgegenwärtig noch einige Ausrüstungsgegenstände vor den Flammen in Sicherheit bringen, bevor das Fahrzeug komplett ausbrannte.

Das neue Auto ist mit spezieller Sonderausstattung zur Notfallversorgung ausgerüstet, um Patienten zu versorgen, bis der Notarzt eintrifft. Unter anderem ein Patientennotkoffer mit Medikamenten und einer Ausstattung zur Versorgung von schwerstverletzten Unfallopfern (Polytraumapatienten) wie eine Vakuummatratze, ein Beatmungsgerät, einem KED-System (Rettungskorsett), ein Spineboard (Trage) und einem speziellen Bohrer für die Medikamentengabe über das Knochenmark. Außerdem ist Patientenmonitor mit Defibrillator, mit an Bord, damit die Einsatzkräfte Patienten schnell und bestmöglich versorgen können. Das Fahrzeug hat 100.000 Euro gekostet und wurde hauptsächlich aus Rücklagen des DRK und Spenden finanziert, sagte Schulz.

Bei der Planung des neuen Fahrzeugs wurde insbesondere auf die Ergonomie und Sicherheit geachtet. Ein großer Vorteil ergibt sich durch die Einschubrampe für den Tragestuhl. So müssen sitzende Patienten künftig nicht mehr in den Krankenwagen getragen werden. Im Inneraum sind alle Materialien und Geräte in Schränken verstaut und mit einem Rollo verschließbar. Das erhöht nicht nur die Sicherheit im Wagen, sondern erleichtert auch die Reinigung.

Der Krankenwagen verfügt über Blaulicht mit energiesparendem LED-Licht, ist selbstreflektierend beklebt, verfügt über eine Umfeldbeleuchtung und ist so auch im ländlichen Außenbereich sehr gut wahrnehmbar. Eine Rückwarnsystem mit einer Kamera erleichtert das Rückwärtsfahren.

Das Fahrzeug war dringend notwendig, da die DRK-Wache mittlerweile an sieben Tage der Woche rund um die Uhr besetzt ist. Seitdem das DRK Alpen mit dem Kreis-DRK kooperiere, sei das möglich, so Schulz. Der Notfallwagen kommt imm Bedarfsfall auch bei besonderen Lagen im ganzen Kreis Wesel und darüber hinaus zum Einsatz. Im Rahmen von Sanitätsdiensten wird das Auto künftig bei vielen Veranstaltungen in Alpen zu bestaunen sein. Rund 80 aktive Mitglieder hat das DRK Alpen.

Nachdem das Fahrzeug eingesegnet wurde, bedankte sich Bürgermeister Thomas Ahls bei den Lebensrettern. Zu wissen, dass das DRK stets da sei, gebe den Bürgern Sicherheit. Zu der Einsegnung kamen auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Mitglieder der Fraktionen und DRKler aus Rheinberg.

Die Übergabe des Krankenwagens übernahm DRK-Ortsvereinsvorsitzender Rüdiger Kunst, der der Koordinatorin für Krankentransporte, Anne Rüller, die Wagenschlüssel übergab. Zum Fuhrpark des DRK Alpen zählen außerdem zwei weitere Krankenwagen, ein Brigaden-, ein Mannschafts- und ein Gerätewagen.

Quelle: RP
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