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Rheinberg
Neues Gesicht für die Flüchtlingshilfe

Rheinberg: Neues Gesicht für die Flüchtlingshilfe
Britta Jacob ist nun die erste Ansprechpartnerin für alle, die in Rheinberg ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Die 36-jährige Rheinbergerin freut sich auf die neue Herausforderung. FOTO: A. Fischer
Rheinberg. Britta Jacob löst Maxi Decker als Ehrenamtskoordinatorin für die Stadt Rheinberg ab. Bisher stellte der Caritasverband Moers-Xanten eine Mitarbeiterin für diese Aufgabe. Die 20-Stunden-Stelle wurde aber bereits von der Stadt finanziert. Von Uwe Plien

"Tout est possible" - alles ist möglich - steht auf dem T-Shirt von Britta Jacob. Ein Slogan, wie geschaffen für den neuen Job der jungen Frau aus der Rheinberger Stadtverwaltung. Denn Britta Jacob ist seit einer Woche neue Ehrenamtskoordinatorin und in dieser Funktion zuständig für die vielen Freiwilligen, die sich um die Flüchtlinge in Rheinberg kümmern. "Ich freue mich, wenn ich helfen kann und ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit etwas bewegen kann. Einige Dinge muss ich erst noch lernen. Ich lasse das auf mich zukommen", sagt sie. Also: Alles ist möglich.

192 Flüchtlinge leben im Stadtgebiet - die rund 200 Bewohner der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung des Landes (ZUE) in Orsoy sind dabei nicht berücksichtigt. Bislang war die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin beim Caritasverband Moers-Xanten angesiedelt, wurde aber voll von der Stadt finanziert. Zunächst war Anke Kretz zuständig, seit dem vergangenen Sommer dann die junge Sozialpädagogin Maxi Decker, die sich nun anderen Aufgaben bei der Caritas widmet.

Die Stadt Rheinberg hat beschlossen, eine eigene Mitarbeiterin abzustellen - und die Wahl fiel auf Britta Jacob. Die 36-Jährige ist bereits seit 20 Jahren bei der Stadt. Zunächst war sie zehn Jahre im Kulturbüro tätig, später dann kurz im Ordnungsamt und seit fast zwei Jahren nun im Fachbereich Soziales. Bedingt durch die Geburten ihrer Kinder Ben (7) und Zoe (3) setzte die gelernte Verwaltungsfachangestellte zeitweilig aus. Mit der großen Flüchtlingswelle 2015 kehrte sie zurück - und landete im Sozialamt. Damals habe sie sich gut überlegt, ob das ihr "Ding" sei. Schließlich gehe es im Sozialbereich viel mehr um menschliche Schicksale als in anderen Stellen im Stadthaus. "Aber dann habe ich schnell gesagt: Ja, das möchte ich machen", so die gebürtige Rheinbergerin. Der Schritt in den Job der Ehrenamtskoordinatorin sei dann ein leichter gewesen.

Wie genau sie ihre 20 Wochenstunden verbringt, müsse sich entwickeln, sagt Britta Jacob. "Ich bin auf jeden Fall zuständig für die Vorbereitung, die Leitung und die Begleitung des Arbeitskreises Asyl, der alle sechs bis acht Wochen zusammenkommt, und des alle vier bis sechs Wochen tagenden Ehrenamtsstammtisches. Meine Aufgabe ist es, die Teilnehmer zu vernetzen und Hilfestellungen zu geben." Unter anderem will sie auch mit dem neuen Quartiersbüro West in der Reichelsiedlung kooperieren. Denn dort haben viele Flüchtlinge inzwischen Wohnungen bezogen.

Maxi Decker habe für eine gute Übergabe gesorgt. Daher weiß Britta Jacob, dass es laut Liste rund 80 ehrenamtliche Helfer gibt - 40 davon sind mit ihren Familien aktiv. Insgesamt sind das 80 bis 100 Personen. "Diese Leute machen das alle in ihrer Freizeit, das darf man nie vergessen", sagt die 36-Jährige. In der Flüchtlingsarbeit stehen der Koordinatorin Sachgebietsleiter Martin Tomberg und Sozialarbeiter Bernhard Kubik zur Seite. "Ein gutes Team", sagt Britta Jacob. "Ich freue mich auf die Herausforderung."

Quelle: RP
 
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