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Alpen
Neues "Wir-Gefühl" im Herzen von Alpen

Alpen: Neues "Wir-Gefühl" im Herzen von Alpen
Walter Adams FOTO: bp
Alpen. Im Streit ums "Wohnzimmer": Fachbereichsleiter Adams holt beim Projekt Stadtumbau die Politik zurück ins Boot. Von Bernfried Paus

Er war so weit, das ehrgeizige Projekt Stadtumbau, in das er so viel Herzblut investiert hatte, zu begraben. Gestern, sechs Wochen nach der denkwürdigen Präsentation der "Möbel für das Wohnzimmer Alpen", unternahm Fachbereichsleiter Walter Adams den Versuch, wieder ein "Wir-Gefühl" für die "emotionale Mitte" zu entwickeln. Sein eindringlicher Appell an den Bauausschuss: "Wenn wir als Zugpferde ausfallen, dann wird's uns nicht gelingen." Es hatte am Ende den Anschein, dass er erfolgreich war, beim Versuch, die Scherben einzusammeln und einen neuen Anlauf zu starten, das Projekt, das so verheißungsvoll auf den Weg gekommen war, zum guten Ende zu führen.

Adams erinnerte die Politik daran, dass man beim Ideenwettstreit für das neue Gesicht des Ortes bewusst auch Büros aus den Niederlanden ausgewählt habe, um mal einen Denkansatz jenseits üblicher Normen mit einzubinden. Adams begann sein Plädoyer für ein unverwechselbares Alpen mit einer fast philosophischen Einstimmung. Dass Vorschläge nicht auf Anhieb allen gefallen, sei nicht weiter tragisch. Wer versuche, es allen recht zu machen, müsse scheitern. Er halte es mit Einstein: Eine Idee die nicht zunächst als absurd erscheine, habe der gesagt, tauge nichts.

So gesehen, sei nichts verloren, auch wenn die Förderer bei der Bezirksregierung wenig begeistert seien, dass das Modellprojekt, das bis dahin wie geschmiert lief, jäh ins Stocken geraten war. Nun trat Adams an, "die Fronten" aufzubrechen und alle wieder auf einen gemeinsamen Kurs einzuschwören.

Der Fachbereichsleiter zeichnete den Weg nach, wie die "Neue Mitte" um die neuen Dorfbausteine Hotel, Brücke und die Amaliengalerie als ein Zentrum entstehen soll, das die Kraft hat, den Einzelhandelsstandort Alpen attraktiv und zukunfstfest zu machen. Der Bereich im Kreuz von Burgstraße, Grüngürtel und Rathausplatz biete hohes Potential, das "Herz" des Ortes kräftig schlagen zu lassen. Adams erinnerte daran, dass der Gedanke "Wohnzimmer" einst in der Dorfwerkstatt ersonnen und von den Planungsbüros gern aufgenommen worden sei.

Die Signale aus der Politik waren freundlich, grundsätzlich zustimmend. Die CDU sieht Alpen auf einem guten Weg, die SPD reduzierte ihre massive Kritik auf die Bitte, die Bürger mitzunehmen. Auch die Grünen wollen allenfalls über Details diskutieren. Die FDP war längst auf Kurs. weiterer Bericht folgt

Quelle: RP
 
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