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Rheinberg
NIAG bietet Lösungsvorschläge an

Rheinberg. Betreiber der Bahnlinie durch Vierbaum und Orsoyerberg wollen die Verkehrsbetriebe Bahnübergänge entschärfen.

In den Streit um die NIAG-Bahnlinie kommt Bewegung. Am Mittwoch meldete sich die NIAG zu Wort. Nach der öffentlichen Sitzung des Rheinberger Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt habe die NIAG den angekündigten Ortstermin an den Bahnübergängen inzwischen durchgeführt. Auch habe das Unternehmen der Stadt Rheinberg die im Ausschuss zugesagte Kostenübernahme für ein Lärm- und Erschütterungsgutachten unter Beteiligung der Bürgerinitiative nochmals schriftlich zugesichert.

"Die Bürgerinitiative Bahnlärm in Rheinberg wurde jetzt über die Ergebnisse des Ortstermins informiert, bei dem die vier Bahnübergänge im Bereich Rheinberg-Vierbaum/Orsoyerberg noch einmal gemeinsam mit externen Experten besichtigt wurden", so die NIAG.

Teilnehmer des Ortstermins waren neben den NIAG-Vertretern zwei Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamtes sowie ein Experte für Signalanlagen und Bahnsicherheitstechnik. Die Stadt Rheinberg war vertreten. Aus diesem mehrstündigen Ortstermin konnten mögliche Szenarien erarbeitet werden, die mit den unterschiedlichen Betroffenen zeitnah geklärt werden. Folgende Möglichkeiten wurden dabei für die verschiedenen Bahnübergänge erarbeitet:

Bahnübergang Mühlenstraße/Baerler Straße: Hier setzt sich die NIAG nach den Gesprächen mit den Städten Rheinberg und Duisburg dafür ein, dass bald ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet und die Finanzierung einschließlich Förderung beantragt werden kann. Sind diese Punkte geklärt, kann mit dem Bau begonnen werden.

Bahnübergang Siedlerweg: Es wurde eine Ampelregelung mit Rot-/Gelblicht ohne Bahnschranke als beste Lösung angesehen. Das einmalige Hupsignal würde dort entfallen. Aufgrund der hohen Kosten sei es zwingend erforderlich, die Finanzierung zwischen der NIAG, der Stadt Rheinberg und den die öffentlichen Mittel bewilligenden Stellen zu klären.

Bahnübergang Feldweg (Viehtrieb): Die NIAG kann dort einen "Schlagbaum" beidseitig installieren, der verschließbar wäre. Der ortsansässige Landwirt bekäme einen Schlüssel und müsste sich vor der Überfahrt bei der NIAG-Zugleitung telefonisch melden. Dieses müsste in einem separaten Vertrag eindeutig geregelt werden und setzt das Mitwirken des Landwirtes voraus. Auch hier müsste dann nicht mehr mit einem Hupsignal gewarnt werden.

Bahnübergang Lohmühler Weg: Dort wird die NIAG durch ein aktuell laufendes Gerichtsverfahren deutlich eingeschränkt. Ein Anwohner hat Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Kleve eingelegt, was im Januar zu Gunsten der NIAG gefällt wurde. Dies werde den Lösungsansatz zeitlich hemmen.

(up/rl)
 
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