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Rheinberg
Nur wenige Unfälle an den Rheinberger Schulen

Rheinberg. Im Jugendhilfeausschuss erkundigte sich Peter Mokros (Grüne) nach dem Ausbau eines freien Wlan-Netzes. Von Uwe Plien

Die Frage entlockte bei einigen Mitgliedern des Schulausschusses ein Schmunzeln, war aber berechtigt: "Warum passiert an der Grundschule Rheinberg nichts?" fragte Corinna Kreutinger. Die CDU-Politikerin bezog sich auf die "Schülerunfallstatistik 2015", und dabei war ihr der "Ausreißer" an der Grundschule aufgefallen. Dort gab es im vergangenen Jahr so gut wie keine Unfälle, an denen Schüler beteiligt waren. Rektorin Dorothee Menges-Wilms, erstaunt über die Nachfrage, konnte keinen richtigen Grund benennen. "Ich kann nicht genau sagen, warum das so ist", sagte die Pädagogin. "Aber ich denke, das hat mit verschiedenen Pausen-Projekten und gut ausgebildeten Sportlehrern zu tun, die die Kinder anleiten." 2977 Jungen und Mädchen haben 2015 die öffentlichen Rheinberger Schulen besucht. 74 schwerwiegende Unfälle wurden verzeichnet. Als "schwerwiegend" wird ein Unfall immer dann eingeordnet, wenn zum Beispiel der Kopf betroffen war oder eine längerfristige, kostenintensive Behandlung die Folge war - etwa bei abgebrochenen Schneidezähnen, Bänderrissen oder Knochenbrüchen.

13 Schüler haben sich auf dem Schulweg oder im Bus Verletzungen zugezogen. Das waren weniger als im Jahr zuvor. Oftmals waren Rangeleien unter den Schülern oder Unachtsamkeit der Auslöser dafür. Erfreulicherweise fallen Fälle von Gewalt an den Rheinberger Schulen kaum ins Gewicht. 2015 war Gewalt sieben Mal die Ursache für Verletzungen, 2014 waren es acht Fälle. So verwunderte es nicht, dass die Stadtverwaltung ein positives Fazit zog, was die Schülerunfälle angeht.

Anderer Ausschuss, anderes Thema: Im Jugendhilfeausschuss erkundigte sich Peter Mokros von den Grünen, wie es um die Möglichkeit bestellt sei, ein öffentliches und kostenlos nutzbares Internet-Netz in Rheinberg aufzubauen. "Dabei denke ich an die Flüchtlinge, aber auch an Touristen", so Peter Mokros.

Das Thema "freies Wlan" komme im Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur auf die Tagesordnung, sagte Bürgermeister Frank Tatzel. Mit der Firma "Mediatis" habe die Stadt bereits ein Gespräch geführt. Sie soll eingebunden, das Wlan-Angebot zügig realisiert werden. Ein "hiesiges Kreditinstitut", so Tatzel, habe das Angebot, ein solches Netz finanziell zu fördern, wieder zurückgezogen.

Quelle: RP
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