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Rheinberg
Obst- und Gartenbauverein Borth feiert Erntedank

Rheinberg. Ein aussterbender Bereich: Es gibt immer weniger Menschen, die sich noch Zeit für den eigenen Garten nehmen. Von Richard Diesing

Der Obst- und Gartenbauverein Borth hat sein traditionelles Erntedankfest in der Gaststätte "Zur Post" gefeiert. In diesem Rahmen lockte eine Tombola mit attraktiven Preisen, die Borther und Ossenberger Geschäftsleute gesponsort hatten. Hauptgewinn: eine Schubkarre, gefüllt mit Gemüse. Über die Wagenladung mit Gesundem aus dem Garten freute sich Elfriede Puppa.

Das Erntedankfest ist neben der Mai-Feier auf dem Borther Marktplatz die letzte verbliebene Aktivität des Vereins. Hans Dieter Piske, Vorsitzender der Borther Hobby-Gärtner, ist Realist: "Die Tage der Obst- und Gartenbauvereine sind gezählt", sagt der 78-Jährige.

Früher - vor allem in den Nachkriegsjahren - haben die Produkte aus eigenem Anbau die Ernährung der Familie gesichert. Doch Nutzgärten gebe es heute kaum mehr, und selbst Ziergärten seien vielfach so angelegt, dass sie möglichst pflegeleicht und wenig arbeitsintensiv seien.

Den Wettbewerb, bei dem in den Kategorien "Allgemeingarten" und "Ziergarten" die schönsten Anlagen prämiert wurden, veranstalten die Borther seit drei Jahren nicht mehr. Zu wenig Anmeldungen.

Zwar hat der 1948 gegründete Obst- und Gartenbauverein Borth noch 90 Mitglieder, doch der Nachwuchs bleibt aus. "Unsere Jüngsten sind Anfang 70", so Piske. Damit bleibt auch das Vereinsleben auf der Strecke. Tagesausflüge und Radtouren werden nicht mehr angeboten.

Was bleibt, ist die Freude an den Blumen: So wird in Frühjahr und Herbst der Borther Dorfbrunnen jeweils neu bepflanzt, die Blumen werden gegossen. Zuständig dafür ist die "Gießerkolonne" des Vorstands.

Quelle: RP
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