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Rheinberg
Online-Musik-Magazin: So klingt der Süden!

Rheinberg: Online-Musik-Magazin: So klingt der Süden!
Daniel Daus (links) betreibt das Online-Musik-Magazin "Sounds of South". Sein Freund Gernot Mangold hat sich darauf spezialisiert, die Künstler zu fotografieren. Beide stehen auf amerikanische Rockmusik. FOTO: SOS
Rheinberg. Daniel Daus aus Rheinberg veröffentlicht Interviews, Konzertberichte und CD-Reviews auf der Seite www.sounds-of-south.de. Gernot Mangold aus Borth liefert die Fotos dazu. Guter Service für Fans. Von Uwe Plien

Wie klingt der Süden? Erdig, ehrlich, prall, rau und sehr gitarrenlastig - jedenfalls dann, wenn es um den für die Südstaaten der USA typischen Rocksound geht. Den liebt Daniel Daus über alles. Früher sei die Kultband "Lynyrd Skynyrd" sein Ein und Alles gewesen, erzählt der 53-Jährige. Inzwischen schwärmt er mehr für Bands wie Robert Jon & the Wreck. "Junge Bands, die wahnsinnig kreativ sind und unglaublich viel Spaß machen", so Daus, der auch New Country, Red Dirt, Roots Rock, Americana und Delta Blues mag - typisch amerikanische Musikstile.

Schon vor rund 15 Jahren reichte es dem ehemals erfolgreichen Tischtennisspieler nicht mehr, sich die CDs und die Konzerte seiner Lieblingsmusiker anzuhören und anzusehen. Fortan berichtete er journalistisch für Online-Rock-Magazine wie "Home of Rock" und "Rocktimes". Seit Anfang des Jahres nun hat Daniel Daus seine eigene Internetplattform: Das Web-Magazin heißt "Sounds of South" (Klänge des Südens). Untertitel: "The Southern Way Of Music". Die Adresse lautet www.sounds-of-south.de.

700 Berichte stehen schon online und können kostenlos abgerufen und gelesen werden. Wer auf "Aktuell" klickt, findet die 20 aktuellsten Artikel, die "Interpretenskala" verweist auf alle besprochenen Künstler. Hinzu kommen Konzert-Tipps, kurze Musik-Nachrichten und natürlich CD-Besprechungen.

Super-Bassist Carmine Rojas beim Konzert im Schwarzen Adler in Vierbaum. FOTO: Gernot Mangold

Seit einiger Zeit arbeitet Daniel Daus mit einem Schulfreund zusammen: Gernot Mangold aus Borth, ebenfalls 53, teilt die Musikleidenschaft seines Kumpels. Als engagierter Hobbyfotograf steuert er oft die Fotos bei. Die Zusammenarbeit mache großen Spaß, unterstreichen die beiden. Kürzlich etwa trafen sie den "Little Caesar"-Sänger Ron Young zum Interview und waren begeistert. Daniel Daus: "Es macht Spaß, mit solchen Künstlern sprechen zu können."

Von jetzt auf gleich geht das allerdings nicht - man muss sich vorher akkreditieren und über das Management Termine ausmachen. Das sei mitunter zeitaufwendig. Mangold: "Wir machen das schließlich hobbymäßig." Beide haben Fulltime-Jobs: Daniel Daus arbeitet bei einem Messeverlag in Essen, Mangold ist Lehrer am Fachseminar für Altenpflege in Kamp-Lintfort.

Die Zahl der Konzerte, die das Sounds-of-South-Team besucht, ist überschaubar. "Ein bis zwei im Monat, mehr nicht", so Daus. "Schließlich ist unser Anspruch, die Berichte möglichst zeitnah ins Netz zu stellen." Beliebte Veranstaltungsorte sind die Kulturrampe in Krefeld, das Karo in Wesel oder die Kantine in Köln. Zuweilen auch der Schwarze Adler in Vierbaum. Bevorzugt werden Künstler, die noch den Independent-Status für sich in Anspruch nehmen.

Bisher klicken pro Monat rund 3000 Musik-Fans auf die übersichtlich gestaltete Sounds-of-South-Seite. Daniel Daus hofft, dass es immer mehr werden. Parallel dazu postet er Texte und Fotos auch auf Facebook und freut sich natürlich über viele "Likes".

"Mein Ziel ist es, vornehmlich tolle Musik aufzuzeigen, die hier in unseren Breitengraden noch nicht so präsent ist", so Daniel Daus. "Und davon gibt es im amerikanischen Süden ja en masse."

Quelle: RP
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