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Alpen
Op der Hei tratschen sogar die Mülltonnen

Alpen. Turbulente Sitzung: kfd St. Vinzenz Bönninghardt verwandelte das Pfarrheim in einen großen Hafen. Von Sabine Hannemann

Gute Laune am laufenden Band: Die Frauengemeinschaft (kfd) St. Vinzenz ließ es ordentlich krachen. Der Elferrat verwandelte das Pfarrheim in einen großen Hafen. "Ahoi" hieß es, als die Damen im Kapitäns-Outfit mit ihren Ferienlinern anlegten und den Kurs für Stunden bestimmten.

Auf hoher See sorgten Unzulänglichkeiten des Lebens für Turbulenzen. Das handgemachte Programm bescherte Wind von vorne. Für Teamsprecherin Marita Raymann wieder ein Beweis, "dass wir Talente in unseren Reihen haben, die immer für gute Stimmung sorgen".

Sketche stammen entweder aus der eigenen Feder oder: "Wir haben uns mit anderen Frauengemeinschaften ausgetauscht. Das Programm ist bunt gemixt", so Teamsprecherin. Ulla Großart stieg als kleine Eisprinzessin in die Bütt und stellte Oma und Opa wichtige Fragen. Wieder dabei: Änne von Winnenthal (Anne Schmidt), die mit ihrem "Gehwägelchen" auf Stippvisite kam, um über die Last das Alters zu sprechen.

Auch bei der Truppe um Marita Rayermann drehte sich alles ums Alter, das die Damen eigentlich beschaulich verbringen wollen. Doch Sparmaßnahmen im Altenheim zwingen zu drastischen Maßnahmen. Mangel bestimmt den Tag, Wiederverwertung heißt das Gebot. Auf der Hei' tratschen sogar die Mülltonnen, wie Angelika Melbourne und Silvia Hackstein auf höchst witzige Art bewiesen. Sie wussten über so geheime wie spannende Geschehnisse auf der Hei' zu berichten. Beispielsweise davon, dass im Sommer bei Koppers in einer spektakulären Nachbarschaftshilfe ein Dieb festgehalten wurde. Ein Tatort-Krimi ist nix dagegen, die Polizei spricht später von einem "dicken Fisch", der im Netz zappelte.

Auch Paula bekam ihr Fett weg. Beim Schützenfest-Umzug hatten die Grünröcke wegen der Hitze doch glatt eine Abkürzung genommen. Und dann war da noch die Petra im Hemdchen. Bei so viel Erlebnissen stand der Entschluss der wissenden Mülltonnen fest: Lieber würden sie Altpapier aufnehmen.

Den Auftakt zum bunten Karnevalsnachmittag machte Sabine Coopmann. Sie analysierte den deutschen Schlager, vor allem die weiblichen Stars wie die atemlose Helene Fischer: "Was ist los? Ist das das neue Frauenbild?" Diagnose: zu weich gespült, zu viele Püppchen. Sie vermisst die harten Rhythmen, die man früher spielte, um Eltern mit Punk im Schrank zu schocken. "Ich habe damals Pogo getanzt", erzählte sie. Die Stimmung stieg ständig, das Publikum kam schnell in Fahrt. Erst gegen Abend ging die Aida wieder im Hafen vor Anker.

Quelle: RP
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