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Alpen
Osterlämmer grasen auf der Streuobstwiese

Alpen. Das neueste Naturschutzprojekt des Nabu Alpen ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Auf der von der Gemeinde bereit gestellten Wiese in Menzelen wachsen mittlerweile 15 hochstämmige Obstbäume, die in zwei Pflanzaktionen im Winter 2014 und 2015 von Obstbaumpaten gepflanzt worden sind.

"Der besondere Reiz dieser Streuobstwiese in Ortsrandlage am Mooßweg ist die direkte Nachbarschaft zu einer alten Streuobstwiese", erläutert Christian Chwallek von der Nabu-Ortsgruppe: "Das Zusammenspiel einer Neupflanzung mit einer Altwiese mit hohem Totholzanteil machen den besonderen Charme aus." Es verwundere daher kaum, dass beispielsweise Steinkauz und Gartenrotschwanz in diesem Bereich als Brutvögel nachgewiesen worden seien, so der Naturschützer.

Passend zur Osterzeit wird die Streuobstwiese nun von einer Herde mit zehn Ungarischen Zackelschafen und 15 Walachenschafe beweidet. Bei den Tieren des Hobbyschäfers Norbert Evers handelt es sich auch um mehrere Mutterschafe mit bis zu drei Wochen alten Lämmern. Die lebendigen Rasenmäher werden künftig für eine kurze Grasdecke sorgen und so den gefährdeten Lebensraum des Steinkauzes erhalten. "Viele wissen nicht, dass diese kleine Eule auf den Obstweiden zu Fuß ihre Beute jagt", so Chwalleck. Weil Kühe immer häufiger das ganze Jahr über im Stall stünden, würden diese Weideflächen vielerorts verschwinden und damit auch der Lebensraum des seltenen Steinkauzes.

Die Schafbeweidung sei durch tatkräftiges Anpacken der Obstwiesennachbarn möglich geworden. Norbert Evers gerät noch heute ins Schwärmen. Die hätten spontan geholfen, den Zaun zu ziehen und die Tor zu setzen. "Die direkte Einbeziehung der Nachbarschaft ist ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Fortführung des Obstwiesenprojektes", so Christian Chwallek. Durch deren Achtsamkeit stünden sowohl Schafe als auch Obstbäume unter besonderem Schutz.

Die beiden uralten Schafrassen mit ihren Mutterschafen und den kleinen Lämmern sind einen Familienausflug zu Ostern an der Streuobstwiese wert. "Nur bitte nichts anderes als altes getrocknetes, aber schimmelfreies, Brot an die Tiere füttern", mahnt Norbert Evers.

Quelle: RP
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