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Rheinberg
"Pakt für den Sport" erfolgreich gestartet

Rheinberg. Stadtsportverband und Bürgermeister Frank Tatzel ziehen erste, positive Bilanz. Mitsprache der Vereine bewährt sich. Von Bernfried Paus

Der feierlich besiegelte Pakt für den Sport ist noch nicht allzu lange unterwegs. Erste Erfolge sind sichtbar, aber ob er durchs Ziel geht, entscheidet sich nicht im Sprint, sondern nach einem Marathonlauf. "Wir müssen dicke Bretter bohren und langen Atem beweisen", sagte gestern Ulrich Hecker als Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) vorm monatlichen Treffen der Koordinierungsgruppe, bei der auch die Fachabteilung Sport im Stadthaus sowie als Mastermind Rainer Kusch mit am Tisch sitzen. Hecker bekräftigte zugleich, dass ihn die ersten Etappen ausgesprochen zuversichtlich stimmen, die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

"Es ist gewaltig was in Bewegung gekommen im und für den Sport in Rheinberg", so die Zwischenbilanz des ersten Mannes im Zusammenschluss aller Klubs der Stadt. Vor allem habe sich das Klima zwischen Sport, Verwaltung und Politik "deutlich verbessert". Davon würden die Klubs und letztlich alle Rheinberger profitieren. Den vielversprechenden Start führt Hecker nicht zuletzt auf die professionelle Begleitung von Ratgeber Kusch zurück, auf dessen Hilfe der Stadtsportverband noch eine ganze Weile angewiesen sei, damit ihm nicht die Luft ausgehe. Hecker kündigte an, den Sportausschuss zu bitten, dem SSV künftig bei der Finanzierung des Beraters mehr als bisher unter die Arme zu greifen.

Hecker bedankte sich bei den Kollegen im Rat dafür, dass sie die finanziellen Mittel zur Sportförderung noch für die nächsten beiden Jahre "eingefroren" haben. Das gebe Luft, neue Vorschläge zu entwickeln und mit den Klubs ein zukunftsfestes Konzept zu stricken.

Die Basis für konsensorientierte Problemlösung sei gelegt - das machten Kusch, Hecker und auch Bürgermeister Frank Tatzel am geplanten Bau der neuen Turnhalle am Schulzentrum deutlich. In enger Abstimmung mit den beiden Schulen und den nutzenden Vereinen sei ein Raumprogramm entwickelt worden, das am Bedarf orientiert sei und nun dem Sportausschuss vorgelegt werde. Die Befürchtung, dass die Vereine bei der Mitsprache ein Wunschkonzert anstimmen, habe sich nicht erfüllt, so Tatzel. Im Gegenteil. Es seien im "konstruktiven Miteinander" auch Vorschläge gekommen, die Kosten sparen. Er gehe davon aus, dass das bei der Ausstattung und vor allem auch bei der Verteilung der Nutzungszeiten zu guten Lösungen führe. Der Bürgermeister hob hervor, dass mit der neuen Halle auch der Schulstandort an Bedeutung gewinne. So könne die Oberstufe der Europaschule einen Leistungskurs Sport anbieten.

Berater Kusch warf einen Blick über das bestehende Sportangebot hinaus. Es geh darum, Angebotslücken aufzuspüren, um auch die für Sport zu bewegen, die außen vor seien. "Im Bereich Gesundheitsförderung und Sport im Alter muss was passieren", so der Experte. Für den Offenen Ganztag an Schulen lote man mit der Caritas sportliche Chancen und Möglichkeiten aus.

Quelle: RP
 
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