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Alpen
Parade auf dem Pferdehof - ein Renner

Alpen: Parade auf dem Pferdehof - ein Renner
Birgitt Dams brachte mit ihrem Team den 50 Ferienkindern das kleine Einmaleins im Umgang mit den Pferden bei. Die Kinder wechselten sich beim Reiten und Führen der Vierbeiner ab. FOTO: Fischer Armin
Alpen. Im Rahmen der Alpener Ferienspiele haben rund 50 Kinder - vornehmlich Mädchen - einen Nachmittag auf dem Reiterhof Albers/Dams verbracht. Einer der Höhepunkte war nach der Pflegeeinheit ein Ausritt in den Wald. Von Sabine Hannemann

Auf dem Gelände des Veener Reitstalls Albers/Dams herrscht Hochbetrieb. Über 50 Ferienkinder aus Alpen, überwiegend Mädchen, verteilen sich auf dem Gelände und machen Bekanntschaft mit Pferden wie Vince, Carlos, Condor oder Bille. Manche sind zum ersten Mal auf einem Reiterhof. Hausherrin Birgitt Dams hat in der Halle alle Hände voll zu tun. "Langsam zu den Pferden gehen", erklärt sie den jungen Besuchern. Die Pferde sind gesattelt und warten bereits.

Irgendwann sitzt jedes Ferienkind im Sattel und nimmt die Zügel in die Hand. Dann geht es endlich los. Später wird Felicitas (8) wissen, dass Pferde "einfach cool" sind: "Weil man mit ihnen langsam und schnell reiten kann." Cosima (7) ist ebenfalls begeistert: "Zuerst war's etwas wacklig, aber dann gewöhnt man sich langsam dran."

Das Tagesprogramm auf dem Reiterhof in Veen läuft in bewährten Bahnen. Zu Beginn werden Gruppen gebildet, die sich dann auf verschiedene Stationen verteilen. Beispielsweise bei der Pferdepflege, die Sonja, die zur Stalljugend gehört, erläutert. Auch ein Pferd will gepflegt sein. Die Pflegeeinheiten mit Striegel und Hufkratzer scheinen die Vierbeiner zu genießen.

"Viele Kinder sind zunächst zurückhaltend", so Sonja. Aber Neugierde und Spaß siegen dann doch. Die Kontaktaufnahme gelingt spätestens, wenn die Hände sich in die Mähne graben oder ganz vorsichtig über das samtige Pferdemaul streicheln. "Der Umgang mit den Pferden hat auch mit Respekt zu tun", sagt Sonja.

An der nächsten Station erleben die Ferienkinder, was Pferde so alles drauf haben. Der Haflinger Vince ist dafür ein Paradebeispiel. Daniela, stellt den Kindern in der Reithalle den Haflinger vor. "Vince ist ein Pausenclown", sagt sie. Und der legt sich für die Extraportion Möhren mächtig ins Zeug. Er kann auf Kommando den Kopf schütteln und so "Nein" signalisieren. Sogar die Zunge rausstrecken kann er, die spanische Begrüßung - ein tiefer Diener mit dem Kopf zwischen die Vorderbeine - und unterm Arm von Daniela "einparken" sind seine leichtesten Übungen. Die Kinder sind begeistert und probieren aus, ob Vince auch mit ihnen diese Kunststücke vollbringt. Auch wenn alles so einfach aussieht: Jedes Kunststück ist Ergebnis langer Arbeit.

Draußen ist bereits die Gruppe zurück, die das Veener Umland vom Planwagen aus erkundet hat. Zu den Höhepunkten gehört der Ausritt in den nahe gelegenen Wald. Die Kinder wechseln sich beim Führen der Pferde wie beim Reiten ab. Bei ihrer Rückkehr strahlen die Augen. Nachfragen erübrigen sich. "Nein, Angst hatte ich nicht", sagt Jana (10) stolz. Faszination Pferd hat zugeschlagen, Mädchen stehen eben auf Pferde. Sie geraten sofort ins Schwärmen und wenn sich ein neugieriger Pferdekopf auf die Kinderschulter senkt, dann ist alles gelaufen. "Wir nehmen jedes Jahr an den Alpener Ferienspielen teil", sagt Birgitt Dams, die von der ganzen Familie und der Stalljugend unterstützt wird. Ihr geht es um Grundsätzliches im Umgang mit den Pferden. Dazu gehört auch der Mut, sich auf etwas Neues einzulassen.

Quelle: RP
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