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Alpen
Parkplatz Haagstraße beschlossene Sache

Alpen: Parkplatz Haagstraße beschlossene Sache
So sieht der Plan für den Parkplatz an der Haagstraße aus. FOTO: Rathaus
Alpen. Mehrheit bringt Auftrag zum Bau der nicht-öffentlichen Anlage für 50 Autos auf den Weg. Schranke regelt die Zufahrt. Von Bernfried Paus

Der Auftrag zum Bau des umstrittenen Parkplatzes an der Haagstraße kann raus. Der Bauaussschuss hat das Projekt hinter verschlossenen Türen auf den Weg gebracht - nach RP-Informationen mit den Stimmen der CDU. Sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist, kann der Job raus. Die Gegner - SPD, Grüne und FDP haben sich zum Bündnis zusammengetan - haben erwartungsgemäß gegen die Auftragsvergabe gestimmt.

Walter Adams, Leiter des Fachbereichs Bauen, hatte im öffentlichen Teil der Sitzung den Bauplan erläutert. Zu Beginn erinnerte er an das seinerzeit in Auftrag gegebene Gutachten. Das war zu dem Schluss gekommen, dass mit dem Bau des Ärztehauses zusätzlicher Parkplatzbedarf im Dorf entsteht.

Der soll nun an der Haagstraße gedeckt werden. Hier sollen 50 Stellflächen entstehen, und zwei besonders breite für Autofahrer mit einem körperlichen Handicap. Während die Stellflächen in der Regel mit Rasengittersteinen ausgelegt sind - begrenzt von gepflasterten Trennstreifen -, sind die Behindertenparkplätze komplett mit Betonverbundsteinen gepflastert wie die sechs Meter breite Fahrgasse, die so weniger Fahrgeräusche abgibt. Der begrünte Parkplatz an der Alpschen Ley soll werktags ausschließlich den Beschäftigten im Rathaus und der Sparkassenfiliale zur Verfügung stehen. Daher wird bei der Einfahrt eine Schranken-Anlage eingebaut. Der Parkplatz wird rund 175 000 Euro kosten, circa 35 000 Euro mehr als ursprünglich geschätzt. Teuerer werde es dadurch, so Adams, dass Experten wegen des lehmigen Untergrundes dazu geraten hätten, eine spezielle, 70 Zentimeter starke Deckschicht aufzutragen.

Das Minderheiten-Bündnis gegen den Parkplatz will das Anrücken der Bagger - Baustart soll Anfang September sein - noch mal zum demonstrativen Akt nutzen. Das Minderheits-Trio im Rat will den Bürgern Gelegenheit geben, sich symbolisch "vom grünen Kleinod im Ortskern zu verabschieden und ihrem Protest Ausdruck zu verleihen". Die Aktion soll am Samstag, 29. August, um 11 Uhr auf dem Gelände an der Alpschen Ley stattfinden. Jeder Besucher soll "als Erinnerung an die schöne Grünfläche" ein Geschenk erhalten.

Quelle: RP
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