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Rheinberg
"Peace Pole" in Stücke gehauen

Rheinberg. Der Sonsbecker Glaskünstler Günther Leo möchte das Friedenssymbol, das er zusammen mit Schülern kreierte, an der Montessorischule Borth reparieren. Von Uwe Plien

Als der "Peace Pole" im vergangenen Juni auf dem Gelände der Borther Montessorischule aufgestellt wurde, war er als Symbol für den Frieden gedacht. Der Sonsbecker Glaskünstler Günther Leo hatte viel Zeit in das bunte Kunstwerk investiert und es zusammen mit den Kindern der Schule gefertigt.

Seither ist viel passiert in der Welt. Der barbarische Krieg in Syrien geht weiter, Terror-Anschläge in Paris, Istanbul, Ankara und jetzt in Brüssel halten die Welt in Atem. Umso bedauerlicher, dass der "Peace Pole" ausgerechnet jetzt mutwillig zerschlagen worden ist.

Günther Leo hat die Überreste betrübt eingesammelt und kommt zu einem frustrierenden Fazit: "Es ist ein Totalschaden", sagt der Ehemann von Schulleiterin Diana Schwinges-Leo. "Um Acht-Millimeter-Glas, das auf einem festen Untergrund verklebt ist, dermaßen zu zerstören, benötigt es einen hohen körperlichen Einsatz mit Werkzeug. Acht Millimeter dickes Glas geht nicht so einfach kaputt. Trotz allem werde ich versuchen, die Scherben wieder zusammenzukleben. Das wird wohl - sollte es mir gelingen - ziemlich stabil sein."

Um die Scheiben dann zu schützen, müsse er ein vier bis fünf Millimeter starkes Einscheibensicherheitsglas mit einem transparenten silikonähnlichen Kleber flächig davor verkleben, so Experte Leo.

Sollten neue Scheiben geschaffen werden, müssten auch diese mit ESG-Glas geschützt werden. "Ich weiß im Moment allerdings nicht, wie wir das hinbekommen sollen. Es wäre nur mit einem hohen Zeiteinsatz der Kinder und von mir möglich und würde rund 1500 Euro kosten. Ich habe für diese Scheiben noch keinen Kostenplan, geschätzt können da aber gut 300 Euro zusammenkommen."

Traurig, dass in diesen Zeiten ausgerechnet ein Pfahl zerstört wird, der ausdrücklich als Friedenssymbol zu verstehen ist.

Quelle: RP
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