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Rheinberg
"Personal- und Raumunion von SPD und Awo?"

Rheinberg. "Ist die SPD = Awo oder Awo = SPD?" Das fragte sich Ralf Winstroth von der Bürgerinitiative "Rund um den Pulverturm", die gegen den geplanten Awo-Verwaltungskomplex an der Ritterstraße/Alte Rheinstraße kämpft, nachdem er den entsprechenden RP-Bericht gelesen hatte. Darin hatte die SPD auf ein Plakat hingewiesen, mit dem sie für die Awo-Planung wirbt.

"Personalunion zwischen den beiden gibt es ja schon reichlich in unserer Region. Jetzt auch noch Raumunion? Da fotomontiert man das Awo-Herz (Copyright erlaubt?) in die Dachkonstruktion des Stadthauses, gibt erneut die stereotypen Erklärungen ab, die alle von der SPD schon kennen und nicht anders erwarten, aber immer noch unzutreffend sind und den Bürger für ziemlich doof halten, setzt aber immerhin schon mal ein fettes Fragezeichen ins Bild! Auf letzteres bauen wir und setzen ein dickes Ausrufezeichen und einen STOP-Punkt dazu", so Winstroth.

Vom geplanten Awo-Bürokomplex gebe es immer noch keine Ansicht, die veröffentlicht werden dürfe, "da nimmt man eben das Stadthaus, wo Awo/SPD (bislang jedenfalls) das Sagen haben." Als "Highlight der Kampagne" nennt Winstroth, dass die "Wenigen", die dagegen sind, als "unsolidarisch mit den Rheinbergern" bezeichnet werden. "Die ,Wenigen'", so der Sprecher der Bürgerinitiative, "sind mittlerweile mindestens 1700 Bürger, die ihre Unterschrift für unsere Initiative gegeben haben. Alle haben sehr zügig, entschlossen und vielfältig ihren Unmut durch Unterschrift dokumentiert und erklärt, eine andere Lösung zu wollen." Weil es so "wenige" seien, hätten beide "ganz maßgeblich und zusammen mit dem darin äußerst agilen Alt-Bürgermeister und der handzahmen oder auch wegschauenden oder nicht ausreichend nachdenkenden Opposition" dafür gesorgt, dass die ganze Transaktion, bei dem ein "in puncto Denkmalwürdigkeit höchst bedeutsames und durch Schüler und Öffentlichkeit sehr belebtes wertvolles und vielfältig entwicklungsfähiges Grundstück mitsamt vielseitig nutzbarem Schulgebäude als Dreingabe völlig unnötig, viel zu früh und per saldo sehr nachteilig für die Stadt quasi auf den Filztischdecken der Hinterzimmer im Stadthaus an die so herzenswarme Awo verscherbelt wurde". Winstroth: "Und das auch noch unter alle politischen und rechtlichen Vorgaben missachtendem und über Jahre hinweg perfekt durchgezogenem Ausschluss der Öffentlichkeit."

Dass die SPD und Awo nun versuchen, wider besseres Wissen die Kritiker "mit fadenscheiniger Propaganda gegen den alten und älter werdenden Teil der Rheinberger Bevölkerung auszuspielen", das nehme man als "niveaulosen Tiefschlag wahr".

(up)
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